Das Thema Mobilfunk und seine Auswirkungen gewinnen in der Öffentlichkeit im Allgemeinen, aber auch in Kitzingen im Besonderen, zunehmend an Bedeutung. Keine andere Technologie hat sich bisher in solcher Geschwindigkeit nahezu flächendeckend ausgebreitet. Mit dem Ausbau der UMTS-Netze sowie der nächsten Netzgeneration LTE und der damit verbundenen Nachfrage nach geeigneten Standorten werden auch die Kommunen verstärkt in die Debatte einbezogen. Darüber hinaus werden die bestehenden GSM- bzw. UMTS-Netze immer wieder erweitert (ohne dass dies optisch erkennbar wird).

Der Mobilfunkpakt II

Mit der „Vereinbarung über den Informationsaustausch und die Beteiligung der Kommunen beim Ausbau des Mobilfunknetzes“, zwischen den Mobilfunkbetreibern und den kommunalen Spitzenverbänden vom November 2002 sowie deren Fortschreibung vom November 2007 bzw. Dezember 2011, soll den Kommunen ein gewisses Mitspracherecht bei der Auswahl von Mobilfunkstandorten im Stadt-/Gemeindegebiet eingeräumt werden.

Die Mobilfunkbetreiber haben sich in der Vereinbarung dazu verpflichtet, Kommunen im Vorfeld einer Planung über Ihre Absichten und z.B. den geplanten Standort zu informieren. Der Gemeinde steht dann die Möglichkeit zu, sich innerhalb von 30 Tagen gegenüber dem Mobilfunkbetreiber zu äußern, ob sie an diesem Beteiligungsverfahren teilnimmt. Danach hat sie weitere 30 Tage Zeit, ggf. Alternativstandorte an den Mobilfunkbetreiber mitzuteilen. Dieser prüft dann die Vorschläge und meldet dann sein abschließendes Ergebnis an die Gemeinde.

Die öffentlich-rechtlichen Vorschriften (insbesondere die einschlägigen Bauvorschriften) sind dabei einzuhalten. Den Kommunen steht damit kein grundsätzliches "Verhinderungsrecht" zu, aber sie kann durch ihre Mitwirkung im Rahmen des Mobilfunkpaktes-II gegenüber dem Betreiber ihre örtlichen Interessen verdeutlichen.

Standortinformationen erhalten Sie (teilweise zugangsbeschränkt) bei der Bundesnetzagentur.

Fachliche Informationen und Neuigkeiten rund um das Thema Mobilfunk gibt es z.B. beim Informationszentrum Mobilfunk, Berlin.

 


Gutachen zur integrierten Mobilfunkplanung in Kitzingen

Die Stadt Kitzingen ließ 2007 ein Gutachten zur integrierten kommunalen Mobilfunkplanung durch das Unternehmen enorm GmbH, München, erstellen, welches im Folgenden heruntergeladen werden kann (ca. 4 MB):

>> Das Kitzinger Mobilfunk-Gutachten "Integrierte kommunale Mobilfunkplanung (IkoM)"

Das Kitzinger Mobilfunk-Konzept beinhaltet folgende Ziele:

  • eine angemessene Mobilfunkversorgung im gesamten Stadtgebiet,
  • eine größtmögliche Minimierung der hochfrequenten elektromagnetischen Strahlung in Wohngebieten bzw. empfindlichen Bereichen,
  • schonende Integration der Mobilfunkanlagen in die vorhandene bauliche und landschaftliche Umgebung.

Dabei geht es zum einen um eine Mobilfunkversorgung mit Senderstandorten, die möglichst entfernt von der Wohnbebauung oder empfindlichen Bereichen aufgestellt werden und/oder, die wesentlich höher als die typische Dachhöhe der Bebauung liegen sollen. Die geographische Lage der Stadt Kitzingen mit Höhenzügen, dem Maintal und den Bachauen erfordert angepasste Lösungen als Voraussetzung für eine strahlungsminimierte Versorgung und daneben eine zurückhaltende Aufstellung der Antennen.

Mit diesem Konzept wird der Mobilfunk (GSM, UMTS und künftig auch LTE) in Kitzingen ausdrücklich nicht verhindert, weil neben den berechtigten Interessen der Kitzinger Bürgerinnen und Bürger auch die Belange der Betreiber und die Erfordernisse der überörtliche Netzplanung berücksichtigt sind.

Das Konzept soll dazu beitragen, die mit der Aufstellung verbundenen Konflikte und Spannungen weitgehend zu vermindern und so für alle Beteiligten die höchstmögliche Planungssicherheit bieten.

 

Bei planungsrechtlichen Fragen rund um das Thema "Mobilfunk" in Kitzingen steht Ihnen vom Stadtbauamt Herr Dipl.-Ing. Pohl unter Tel. 09321 20-6106 gerne zur Verfügung.

 


Messung elektromagnetischer Immissionen von Mobilfunksendeanlagen im westlichen Stadtgebiet Kitzingens (August 2013)

Das Thema „Mobilfunk“ ist in Kitzingen nach wie vor in aller Munde und weckt entsprechende Emotionen, sobald es dazu etwas Neues gibt im Hinblick auf Veränderungen an bestehenden Mobilfunksendeanlagen oder ein neuer Standort in Rede steht. Die Berichterstattung in der lokalen Presse über solche Vorgänge führt regelmäßig zu Verunsicherung in der Bevölkerung aus Sorge über die möglichen Gesundheitsgefahren, die von solchen Anlagen ausgehen können.

Um die möglichen Belastungen durch elektromagnetische Immissionen festzustellen, beauftragte die Stadt Kitzingen gemäß Beschluss des Stadtrats vom 16.05.2013 das Fachbüro anbus analytik GmbH, Fürth, mit einer Messung. Konkreter Anlass ist die geplante Errichtung von zwei neuen Mobilfunkmasten außerhalb der Wohnbebauung im sogenannten Außenbereich, zum einen nördlich des Kitzinger Klinikums und nördlich des Innoparks am Winterleitenweg.

Die Bayerische Staatsregierung hat dazu ein Förderprogramm (FEE-2-Projekt) aufgelegt, das den Kommunen Zuschusse bei der Messung solcher Immissionen gewährt. Im Rahmen einer sogenannten Vorher- und Nachhermessung können die bestehenden bzw. neu hinzugekommenen Funkstrahlenwerte erfasst und bewertet werden. Die Messung in der Kitzinger Weststadt fand am 20.08. bzw. 21.08.2013 an 12 exemplarischen Messpunkten statt.

Ziel einer solchen Messung ist es, einen Überblick über die von Mobilfunkbasisstationen ausgehenden elektromagnetischen Immissionen an den exemplarischen Messpunkten zu erhalten.

Die Lage der beiden geplanten Mobilfunkstationen (rot) mit den jeweiligen Hauptabstrahlrichtungen (gelb) und die Lage der 12 Messpunkte (blau) sowie die nächstgelegenen bestehenden Mobilfunkanlagen (grün) können der ganzseitigen Abbildung im Bericht entnommen werden.

Gemessen werden dabei die elektromagnetischen Funkwellen der verschiedenen Sendetechniken für Sprach- und Datenübertragung, die heutzutage bei Mobilfunk zum Einsatz kommen. Der dafür geltende Grenzwert für elektromagnetische Strahlung bei Mobilfunksendeanlagen ist für Deutschland in der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) festgelegt. Das Gutachten vergleicht dann die einzelnen Messwerte mit diesem Grenzwert.

Interessant ist nun beim Ergebnis der Kitzinger Messungen, dass der Grenzwert bei Weitem unterschritten wird: An allen 12 Messpunkten liegen die Immissionen des Mobilfunks, auch für den Fall, dass alle Frequenzkanäle gleichzeitig mit Höchstauslastung durch die Betreiber genutzt werden, bei 0,01 % bis 2,6 % des in der 26. BImSchV festgelegten Grenzwertes und unterschreiten diesen damit deutlich. Die innerhalb der Messkampagne höchsten Werte von 2,6 % Grenzwertausschöpfung wurden im 6. Stock der Klinik Kitzinger Land gemessen in unmittelbarer Nachbarschaft zur dortigen Mobilfunkstation.

Der Gutachter kommt abschließend zu folgendem Fazit:

Insgesamt können die elektromagnetischen Immissionen an den exemplarischen Messpunkten im Stadtgebiet durch Mobilfunk als vergleichsweise niedrig eingestuft werden. Ein Vergleich der erfassten Messwerte mit einer Auswertung des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz aus vergleichbaren Messkampagnen der letzten Jahre zeigt, dass die maximal gemessenen Werte hier unter dem des 50. Perzentils und somit unter einem allgemeinen Durchschnitt liegen.

Der ausführliche Messbericht des Büros anbus analytik GmbH vom 18.11.2013 kann im Stadtbauamt, Sachgebiet Stadtplanung, während der üblichen Dienstzeiten von Jedermann eingesehen werden.

Dort ist Herr Dipl.-Ing. Pohl auch Ihr Ansprechpartner rund um das Thema „Mobilfunk“ in Kitzingen.

Weiterführende Links zum Thema Mobilfunk und auch über möglichen Gefahren durch elektromagnetische Strahlungen finden Sie im Internet unter:

www.bundesnetzagentur.de (Bundesnetzagentur), www.stmug.bayern.de (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz), www.diagnose-funk.org (Umwelt- und Verbraucherorganisation zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung), www.izgmf.de (Informationszentrum gegen Mobilfunk)

 

Download des Messberichts 2013 (3.4 MB im pdf-Format)

 

Nachmessung an der Königsberger Str. 89 im Oktober 2016

Die Telekom hat im September 2016 auf dem Gebäude der Königsberger Str. 89 in Kitzingen eine neue Mobilfunkbasisstation als Ersatz für den Standort Klettenberg 90. Um die elektromagnetischen Immissionen nach Inbetriebnahme zu dokumentieren, wurde eine Messung exemplarisch an 10 Standorten durchgeführt. Ziel ist es die Bedenken seitens der der Bürgerinnen und Bürger durch die Zunahme der Mobilfunkbasisstationen abzubauen.

Die Ergebnisse sind dem nachfolgenden Prüfbericht zu entnehmen:

Initiates file downloadDownload Prüfbericht zur Nachmessung 2016 (12,5 MB im pdf-Format)

Volle Leistung ist einfach – Mit den neuen Girokonten der Sparkasse Mainfranken Würzburg.
Veranstaltungen
[Previous Month] Januar [Next Month]
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 1 2 3 4 5 6 7
2 8 9 10 11 12 13 14
3 15 16 17 18 19 20 21
4 22 23 24 25 26 27 28
5 29 30 31 1 2 3 4
Ritz Bäder