ARCHÄOLOGISCHES NETZWERK KITZINGER LAND

Archäologisches Netzwerk mit Archäologenstammtisch

Dem Archäologischen Netzwerk angehörig sind Privatsammler, Archäologen und interessierte Laien, die gemeinsam Ausstellungen organisieren, gemeinsame Feldbegehungen und Exkursionen durchführen und sich monatlich über ihre aktuellen Funde austauschen. Das Archäologische Netzwerk ist überdies als Anlaufstelle für Sammler in ständigem Kontakt mit dem BLFD, sowie projektorientiert in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Würzburg.

Die Plätze beim Archäologenstammtisch sind wg. Teilnahme an einem Forschungsprojekt z. Zt. belegt, zu den offenen Netzwerkveranstaltungen sind Interessierte herzlich willkommen. Diese werden rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben. Der Stammtisch trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat um 18.00 Uhr im Städtischen Museum Kitzingen.

Leitung: Stephanie Nomayo M.A. 

 

DAS BULLENHEIMER BERG PROJEKT - ein interkommunales und interdisziplinäres Gemeinschaftsprojekt

Das Städtische Museum Kitzingen ist mit dem Archäologischen Netzwerk fachlich eingebunden in das Forschungsprojekt "Bullenheimer Berg", das sich die Erforschung dieser überregional bedeutenden prähistorischen Höhensiedlung und ihres Umfeldes zur Aufgabe gemacht hat.

Kooperationspartner bei den Geländearbeiten ist der Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Würzburg. Zu den bisherigen Untersuchungen zählen die Durchführung eines Airborne Laserscannings, Feldbegehungen, geomagnetische Feldmessungen und Testgrabungen.

Gefördert wird das Gemeinschaftsprojekt Bullenheimer Berg, etwa bei der Realisierung des Airborne Laserscannings, mit Mitteln der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken, des Bezirks Mittelfranken, der Gemeinden Weinparadies, der Sparkassenstiftung, den Landkreisen Mittel- und Unterfranken.

Die Ergebnisse der Feldforschungen sollen in einer eigenen Ausstellung 2011, so wie in den Folgejahren im Städtischen Museum Kitzingen thematisiert werden


- Zur Projektdarstellung des Lehrstuhls f. VFGA, Universität Würzburg

- Näheres zum Airborne Laserscanning, eine Dokumentationsmethode, durchgeführt im Rahmen dieses Projekts von der Regensburger Firma ArcTron

Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken

Erste Kampagne Feldbegehungen Frühjahr 2010

Ergebnisse des Netzwerks 2006 - 2009

Einrichtung eines Archäologischen Übersichtsraumes

im Städtischen Museum Kitzingen zur Siedlungsgeschichte des Landkreises Kitzingen mit einem "Point of Information", entsprechender Software, Ausstellungsvitrinen etc. Entwicklung und Ausführung eines Siedlungsarchäologischen Geländemodells Kitzinger Land, in Zusammenarbeit mit dem BLfD.

 Herausgabe einer Faltkarte mit Gesamtüberblick

über die archäologische Situation im Landkreis Kitzingen, Informationsmöglichkeiten und Ausgangspunkte für Exkursionen, Sammlungen und Museen, archäologisch didaktische Erlebnisangebote, obertägig sichtbare Denkmäler etc.

Herausgabe einer archäologischen Faltkarte für Kinder

Kinderflyer mit Archäologiespiel und einer Einführung in die Kulturstufen des Menschen in unserer Region. 

Erlebniswoche mit Ausstellung

Erlebnisangebote für Kinder sowie Exkursionen und Vorträgen zu den Ergebnissen des Archäologischen Netzwerks im Städtischen Museum Kitzingen, in Segnitz, Marktbreit, Buchbrunn, Großlangheim, Mainbernheim im September 2008.

Regelmäßige Netzwerktreffen seit Herbst 2006.

Regelmäßige Treffen des Arbeitskreises "Archäologen- Stammtisch" jeden ersten Donnerstag im Monat im Städtischen Museum Kitzingen seit Januar 2008.

Ausgrabung einer Hallstattsiedlung in Biebelried

in Zusammenarbeit mit dem BLfD, Außenstelle Schloss Seehof, Bamberg im Februar 2008.

Untersuchungen des Kellersystems unter dem neu entdeckten Wohnhaus Johann Rudolph Glaubers in Kitzingen

durch die Mitglieder des Archäologenstammtischs im Herbst 2009.

Gemeinsame Exkursionen

zur Festlegung künftiger archäologischer Erlebnistouren.

Leitung 2006 bis September 2010: Stephanie Nomayo M.A.

Impressionen vom Archäologenstammtisch

Das Projekt wurde von 2006 - 2008 gefördert von

Europäische Union / Leader+

Biebelried 2010

Mitte Juli 2010 konnte in Zusammenarbeit mit dem BLFD durch das Netzwerk erneut ein frühhallstattzeitlicher Befund vor dem Bagger gerettet werden.

Dabei kamen neben zwei Spinnwirteln auch unterschiedlich gut erhaltene Gefäße zutage, eines davon noch nahezu vollständig! Dank der folgenden Unterstützung des BLFD, Außenstelle Bamberg, konnten die freigelegten Gefäße anschließend durch zwei Restauratoren im Block geborgen werden.

Planum mit Gefäßen, Spinnwirtel etc.
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