
500 Jahre Paul Eber
Reformator in Wittenberg,
Professor, Stadtprediger, Liederdichter
* 8. November 1511 in Kitzingen
+ 10. Dezember 1569 in Wittenberg
Am 8. November 2011 jährt sich der 500. Geburtstag Paul Ebers. Aus diesem Anlass werden die Evangelische Gemeinde Kitzingen unter Leitung des Dekan Hans Peter Kern, und das Stadtmuseum Kitzingen im November 2011 ein gemeinsames Projekt mit Ausstellung, Konzert und Gottesdienst durchführen.
Schulfest der Paul-Eber-Schule
22.10. 2011
Ort: D.-Paul-Eber-Schule
Einweihung und Schulfest rund um Paul Eber
Vortrag
29.10.2011
19.00 Uhr
Ort: Paul-Eber-Haus
Paul Eber - Ein Kitzinger als Professor in Wittenberg
Dekan Dr. Gerd Hausmann, Bad Neustadt
Reformationsgottesdienst
6. November 2011
9.30 Uhr
Ort: Stadtkirche
Gottesdienst mit Vorstellung einer Original-Bibel von Luthers Verleger Hans Lufft durch die Leiterin des Städtischen Museums Kitzingenü, Stephanie Nomayo M.A.
Vortrag
6. November 2011
17.00 Uhr
Ort: Städtisches Museum Kitzingen
Die Original-Bibel von Hans Lufft
Mit Vorstellung weiterer Neuerwerbungen
Musik der Reformationszeit: Dr. Bernd Wille und Burkard Lutz
Ausstellungseröffnung
8. November 2011
19.00 Uhr
Ort: Städtisches Museum Kitzingen
Festabend mit Eröffnung der Paul - Eber-Ausstellung
Musik der Reformationszeit: Dr. Bernd Wille und Burkard Lutz
Paul - Eber - Ausstellung
Autographen, Schriften und Briefe von und an Paul Eber
8. November - 27. November 2011
Zu den regulären Öffnungszeiten des Städtischen Museums
Mit weiteren Exponaten und Autographen aus dem Melanchthon-Haus Bretten, aus dem landeskirchlichen Archiv Nürnberg und dem Forschungsarchiv Gotha.
Gottesdienst
13. November 2011
9.30 Uhr
Ort: Stadtkirche
Festgottesdienst
zum Paul - Eber - Jubiläum
mit der Paul Eber - Kantorei
Prediger: Regionalbischof Christian Schmidt
Vortrag
15. November 2011
19.00 Uhr
Ort: Paul - Eber - haus
Der Gnadenerlass
Vortrag von Stephanie Nomayo M.A., Städtisches Museum Kitzingen
Musiktheater
27. November 2011
17.00 Uhr
Ort: Stadtkirche
Glaube ist alles
Sänger, Instrumentalisten und Theatergruppe der Stadtkirche
Gesamtleitung: Carl - Friedrich Meyer; Text & Erzählkonzept: Thomas Klischke, Fränkisches Theater Maßbach
Sehr geehrte Förderer, Stifter und Sponsoren des Städtischen Museums Kitzingen,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wie mir das Antiquariat Inlibris in Wien mitteilte, wurden die beiden Briefe Paul Ebers, um die sich auch das Städtische Museum Kitzingen bemüht hatte, durch eine Forschungsbibliothek angekauft.
Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung, Empfehlungen und Spendenzusagen und die damit verbundene gute Absicht, diese wertvollen Handschriften für die Stadt Kitzingen zu sichern. Auch wenn der Erwerb nicht zustande gekommen ist, so sind die Autographen entgegen unseren Befürchtungen nicht im privaten Kunsthandel verschwunden, sondern sie bleiben der Öffentlichkeit zugänglich. Ich habe mich bereits wg. einer evtl. Ausleihe anlässlich der geplanten Sonderausstellung zu Paul Ebers 500. Geburtstag mit der entsprechenden Handschriftenabteilung in Verbindung gesetzt.
Ihnen allen darf ich noch einmal herzlich für Ihr Engagement, Einsatz und Unterstützung danken!
Mit freundlichen Grüßen,
Stephanie Nomayo M.A:
Leiterin des Städtischen Museums Kitzingen
Bei den im August 2011 angebotenen Briefen handelte es sich um Handschriften aus den Jahren 1548 und 1566. Es waren persönliche Briefe Paul Ebers aus Wittenberg mit Berichten aus seinem Privatleben, gerichtet an den damaligen Kitzinger Bürgermeister, Friedrich Bernbeck, der zugleich Ebers Studienfreund in Nürnberg und Wittenberg gewesen war. Zu Friedrich Bernbecks Verdiensten zählt es, dass er die Reformation in Kitzingen eingeführte, die Schul- und Hospitalstatuten ausarbeitete und wiederholt als Bürgermeister der Stadt wirkte. In seiner Amtszeit kam es auch zu Bau und Fertigstellung des Kitzinger Rathauses. Zudem korrespondierte Bernbeck mit Melanchthon, in dessen Freundeskreis er ebenso wie Paul Eber gehörte.
Das Antiquariat Inlibris, Wien, hatte auf Anfrage der Museumsleitung zwei Leseproben übermittelt und zudem beide Handschriften zwei Wochen für einen möglichen Ankauf reserviert. Diese Vorkaufsfrist endete am 2. September 2011. Der Text beider Briefe ist, wie damals üblich, in lateinischer Sprache und in einer von paläographischen Kürzeln durchsetzten humanistischen Kursive verfasst.
Leider gab es für das Städtische Museum Kitzingen und das Stadtarchiv Kitzingen keine Möglichkeit, die beiden angebotenen Briefe aus eigenem Budget zu erwerben.

Bei vorliegender Leseprobe (übermittelt von Antiquariat Inlibris, Wien), verfasst nur wenige Jahre vor seinem Tod, erinnert Paul Eber seinen Freund Friedrich Bernbeck an die parallelen Wege, denen ihr Leben jeweils gefolgt ist: Nicht nur heirateten sie am selben Tag, sondern sie wurden auch im Abstand von nur wenigen Stunden Vater.
Aus der Autographensammlung Constantin Karl Falkenstein (1801-55) mit seinem eigenh. Sammlungsbogen; verkauft auf der Auktion Leipzig, 7. April 1856.