Großzügige Schenkung des international bekannten Küntlerehepaares Atsuko und Kunihiko Kato an das Städtische Museum Kitzingen

Großzügige Schenkung des international bekannten Künstlerehepaares Atsuko und Kunihiko Kato an das Städtische Museum Kitzingen

Am 6.9.2017 erreichte das Museum Kitzingen ein Anruf der beiden fränkisch-japanischen Künstler Atsuko und Kunihiko KATO.

Sie kündigten an, dem Stadtmuseum Kitzingen, in dem sie bereits 2016 eine beeindruckende Ausstellung gezeigt haben, ein größeres Konvolut an Skulpturen zu schenken. Das Ehepaar beabsichtigt in Kürze ihre zweite Heimat, Nürnberg/Fürth - wo beide Künstler über 40 Jahre gelebt haben - zu verlassen und nach Japan zurückzukehren. Daher erfolgte die Übernahme der Skulpturen in das Museum bereits zwei Tage nach dem Anruf, am Freitag den 8.9.2017.
Das fantastische Konvolut besteht aus 7 Steinskulpturen und 12 Holzplastiken, dazu noch 3 Modellen für Freiplastiken; darunter ein Entwurf für das Holocaust-Mahnmal in Berlin, um dessen Ausführung sich auch Kunihiko Kato beworben hatte. Es zeigt einen Davidstern aus Steinscheiben, der bei entsprechender Beleuchtung auch vom Flugzeug aus zu sehen gewesen wäre.

Kitzingen hat über die Familie des Japanforschers Philipp Franz von Siebold historische Verbindungen zu Japan, die in das frühe 19. Jahrhundert zurückreichen. Der Kitzinger Sieboldgarten führte 2014/2015 denn auch das Künstlerehepaar Atsuko und Kunihiko Kato nach Kitzingen.

Die Plastiken sind aktuell in den Räumen der permanenten Ausstellung des Städtischen Museums Kitzingen zu sehen.

18.04.2017

Nachbetrachtung zur Tagung: Gegenwart sammeln und ausstellen, am 3. April 2017 im Städtischen Museum Kitzingen

 

Nachbetrachtung zur Tagung: Gegenwart sammeln und ausstellen

 

Am 3. April 2017 fand im Städtischen Museum Kitzingen eine ganztägigen Fortbildungs-Veranstaltung/Tagung in Kooperation mit der Bayerischen Museumsakademie München und dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege München, sowie der Professur für Museologie Würzburg statt. Das Thema lautete: Gegenwart sammeln und ausstellen.

 

Ziel der Tagung war es, innerhalb von Fachvorträgen und drei World-Café-Stationen zu erarbeiten, inwieweit die Gegenwart in den kulturhistorischen Museen Bayerns thematisch Berücksichtigung findet, bzw. finden sollte. Ausgangspunkt war die aktuelle Beobachtung, dass Ausstellungen, Veranstaltungen und Sonderpräsentationen zur deutschen Geschichte in vielen kulturhistorischen Museen Bayerns inhaltlich spätestens mit dem Jahr 1945 enden. Es fehlt zu großen Teilen die Aufarbeitung der Geschichte der Bundesrepublik, und vor allem ihrer Errungenschaften. In diesem Zusammenhang bot es sich an, auch den modernen Heimatbegriff in den Fokus zu nehmen. So war es eine zentrale Erkenntnis der Tagung, dass Heimatmuseen, die sich den Herausforderungen, sowie kulturellen und künstlerischen Phänomenen der Gegenwartskultur öffnen, eine besonders geeignete, von politischen und konfessionellen Schwellen freie, Kommunikationsplattform bieten, um einen Beitrag zur Entmythologisierung des Heimatbegriffes zu leisten.

 

Das Museum Kitzingen gilt in Fachkreisen als Vorreiter für diese moderne, gegenwartsbezogene Position, wie sich bereits auf der Frühjahrstagung der Museumsakademie 2016 in München gezeigt hatte. Daher war es 2017 als Tagungsort für die aktuelle Fortbildungsveranstaltung zur Gegenwarts-kultur ausgewählt worden.

 

Die Teilnahme an dieser Tagung war auf 45 Personen beschränkt. Eine Anmeldung war ausschließlich über den Link der Bayerischen Museumsakademie möglich. Die Veranstaltung war schnell ausgebucht. An der Veranstaltung nahmen 15 Vertreter aus drei Bayerischen Universitäten (JMU Würzburg, LMU München, FAU Erlangen-Nürnberg) und 14 Vertreter aus 10 Bayerischen Museen, sowie Vertreter des Museumspädagogischen Zentrums München, der Bezirksheimatpflege Mittelfranken, des Landesvereins für Heimatpflege München, sowie Lehrbeauftragte aus dem Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen und dem Deutschhaus-Gymnasium Würzburg, teil.

Das Imagebild für diese Tagung war eine Schülerarbeit. die in Kooperation mit dem Armin-Knab-Gymnasium zum Thema "Reisefreiheit" im Rahmen der Ausstellung "Künstlerische Antworten mit Beigeschmack zu grundsätzlichen Fragen des Menschseins" im Städtischen Museum Kitzingen, 2015, entstanden war. Die Teilnahme an dieser Fortbildungs-Veranstaltung wurde von der Bayerischen Museumsakademie zertifiziert.

 

Die Begrüßung erfolgte durch den Kitzinger Bürgermeister Klaus Heisel. Er dankte den Organisatoren, dass sie sich für das Städtische Museum Kitzingen als Tagungsort entschieden haben. Weiterhin führte er kurz durch die traditionsreiche Geschichte des Museums seit 1895 und stellte auch die Glanzlichter des Hauses und der Sammlungen vor. Er unterstrich, dass das Stadtmuseum Kitzingen aus der Kitzinger Kulturszene nicht wegzudenken sei, und vom Stadtrat seit jeher wohlwollend unterstützt würde.

 

Herr Dr. Joseph Kirmeier, Leiter des Museumspädagogischen Zentrums München, betonte in seiner Begrüßungsrede, die Notwendigkeit gegenwartsbezogenen Forschens und Vermittelns in Bayerischen Museen. Er unterstrich hierbei die Notwendigkeit einer neuen Beleuchtung und Entmythologisierung des Heimatbegriffes und begrüßte in diesem Zusammenhang unter den Gästen besonders den Vertreter des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, Herrn Dr. Wolfgang Pledl. Im Anschluss an den Begrüßungspart, referierte Prof. Dr. Guido Fackler, Professur für Museologie an der JMU Würzburg, über die neuen Herausforderungen für Heimat- und Stadtmuseen. Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung der Heimat- und Stadtmuseen Bayerns – wobei er auch das Museum Kitzingen neben den Museen Aschaffenburg und Schweinfurt als eines der drei ältesten Museen Frankens erwähnte – zeigte er Beispiele, mit welchen in Bayerischen Museen erstmals Frage- und Problemstellungen der Gegenwart in zeitgemäßen und modernen, teils überraschend provokanten, teils pfiffigen Lösungen angenommen wurden.

Vielfalt und Erfindungsreichtum war anschließend auch in den drei World-Café-Stationen gefragt.

Unter dem Titel „Heimat ausstellen“ konnten sich die TeilnehmerInnen in Station 2, die sich im Museumsfoyer befand, unter Leitung von Herrn Dr. Pledl, über Möglichkeiten und neue Ansätze zur Bewahrung traditioneller Bayerischer Kultur in ihrer gesamten Vielfalt austauschen. Hierbei stellte sich durchaus auch die Frage ob nicht die „Pril-Blume“ mittlerweile Kulturgut sei, oder ob es auch nur ein Bayerisches Museum gäbe, dass Tüten der Handelskette „Schlecker“ aufbewahrt hätte, - da diese heute nicht mehr auf dem Markt wären. Massenkultur wird in den Museen nicht gesammelt. Was aber passiert, wenn deren Manifestationen von heute auf Morgen vom Markt verschwinden? Bleibt dadurch ein blinder Fleck im materiellen Gedächtnis unserer Gesellschaft?

 

Als Station 3 wurde in der permanenten Ausstellung des Stadtmuseums eine Diskussionsrunde zum Thema Partizipation in Museen unter Leitung von Anna-Sophie Karl M.A. und Elke Schimanski B.A., Absolventinnen der Museologie an der JMU Würzburg angeboten. Hierbei wurde der Fokus vor allem auf Methoden der schwellenfreien Vermittlung und Gesprächsführung gelegt. Die beiden Moderatorinnen unterstrichen in ihren Kurzbeiträgen mehrfach die Notwendigkeit der Kommuni-kation auf Augenhöhe zwischen Museumsfachleuten und sogenannten Key-Workern. An dieser Diskussionsrunde beteiligten sich auch drei hochmotivierte „Ehrenamtliche“ des Kitzinger Stadt-museums, die über ihre persönlichen Erfahrungen bei der Mitwirkung an diversen Ausstellungs- und Publikationsprojekten seit insgesamt 10 Jahren berichteten. Auch der ehrenamtlich mit der Ausstellungstechnik und Szenographie befasste Key-worker des Kitzinger Stadtmuseums berichtete über seine besondere persönlich Motivation, die ihn immer wieder zur Kooperation mit dem Museum bewege. Wechselnde, immer wieder neue Einblicke in die Stadtgeschichte und Gesellschaftskultur, sowie vielfältige Erfahrungen in der Kooperation mit diversen Fachleuten, sei es aus der Universität oder aus anderen Museen, oder direkt mit passionierten Sammlern und Heimatforschern nannten alle drei Beteiligten als die Triebfeder für ihre konstante Partizipation und projektorientierte Mitarbeit im Kitzinger Stadtmuseum.

 

In der historischen Apotheke des Kitzinger Stadtmuseums im ersten OG wurde World-Café-Station 1 eingerichtet. Dr. Josef Kirmeier stellte in den dort stattfindenden Diskussionsrunden die Frage nach neuen Sammlungsschwerpunkten. Die Teilnehmer – zu großem Teil Museumsfachleute – stellten sich die Frage, nach welchen Kriterien Objekte der Massenkultur gesammelt werden könnten. So kristallisierte sich heraus, dass für seriell hergestellte Produkte andere Gesichtspunkte für eine Objektannahme gefunden werden müssen, als für bisher gesammeltes Museumsgut. Das sich primär durch Einmaligkeit und Originalität auszeichnete. Neue Kriterien könnten sich durchaus in individuellen Modifikationen der Objekte, in Gebrauchsspuren, Umnutzungen, oder aus Kontextveränderungen in entsprechenden Installationen ergeben. Auch das Sammeln immateriellen Materials in Form von Bild, Ton und Videoaufzeichnungen als neues Sammlungsgut wurde ins Visier genommen. Hier gelten zusätzliche Kriterien der Nutzungsrechte, ethische Überlegungen zum Datenschutz von Interviewpartnern und deren Angehöriger, sowie Speichermöglichkeiten und Zugriffsrechte als limitierende Faktoren. In der Mittagspause wurde den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, sich an einem vegan-vegetarischen Buffet zu stärken. Es war vom Ehrenamtlichen-Team des Museums unter Leitung von Stefan Schneidmadel, zubereitet und arrangiert worden und fand bei den Teilnehmern regen Zuspruch.

 

Im Anschluss an die Mittagspause gab die Leiterin des Kitzinger Stadtmuseums, Stephanie Falkenstein M.A., einen Überblick über die gegenwartsbezogenen Projekte des Kitzinger Stadtmuseums in den letzten zwei Jahren. Angestoßen von den globalen Herausforderungen des Jahres 2015 hatte sich in ihrem Haus spontan eine eigene Ausstellungsreihe entwickelt [i]. Es war, so Falkenstein, für das Museumsteam aber auch für die kooperierenden Kunsterzieher interessant geworden, über Möglichkeiten einer neuen, zukunftsfähigen, schulbegleitenden Lernkultur nachzudenken. Man stellte sich Fragen: Welche Art der Bildung brauchen wir, um demokratiefähig zu werden? Können wir von Seiten des Museums Impulse setzen? Was bewegt und begeistert Menschen? Was lässt sie ihre Potentiale entfalten? Wie gelangen sie zu kreativen Lösungen? Aber so Falkenstein, stand auch die Frage im Raum, inwieweit ein Stadtmuseum den Auftrag hat, sich diese Fragen zu stellen, inwieweit der Auftrag besteht, Gegenwart zu sammeln, auszustellen und damit auch politische Bildung zu vermitteln? Sie wies im Rahmen ihres Beitrages auf Gefahren des gegenwartsbezogenen Ausstellens hin, vor allem darauf, dass Museen als Spielball der Politik instrumentalisiert werden können. Im Anschluss daran, berichtete die Museologiestudentin Ricarda A. v. Truchseß von ihrem aktuellen Kooperationsprojekt mit dem Stadtmuseum Kitzingen. Es handelt sich hierbei um einen Jahres-Workshop mit dem Titel Hello America, Good bye Kitzingen und befasst sich mit Zeitzeugenbeiträgen aus jener Zeit, als Kitzingen Amerikanische Garnisonsstadt war.

 

Im Anschluss daran referierte Frau Ursula Teutrine, die Leiterin des Stadtmuseums Fellbach, über gegenwartsgeschichtliche Ausstellungen in Ihrem Haus. In anschaulichen Bildern zeigte sie eine ganze Reihe origineller und pfiffiger Ausstellungsbeispiele. Deutlich wurde vor allem eines, dass der betont partizipative Ansatz ihres Museums begeisterte Besucher quer durch alle Generationen anspricht, die sich als zentrale Einrichtung um das Museumscafé gruppieren. Aber auch, dass ganzheitliche, den Alltag der Besucher berührende Themen wie „Die Kartoffel“ zu Begeisterungsstürmen und regem Andrang aus den Schulen führen. Ihre Erfahrungen mit Ausstellungen zu gegenwartsbezogenen Themen waren äußerst positiv, wie sich auch in der anschließenden regen Diskussion zeigte. Die Bekanntgabe der Ergebnisse aus den Workshop-Sitzungen sowie die Verteilung der Zertifikate für die Teilnehmer bildeten den Abschluss dieser gelungenen Tagung im Stadtmuseum Kitzingen.



[i] Im Jahr 2015 hatte die Sonderausstellung „Ein Platz für Demokratie und Toleranz“, einen Dominoeffekt ausgelöst. Es hatten sich spontan weitere Ausstellungen mit Gegenwartsbezug angeschlossen, so zum Thema Welternährung mit dem provokanten Titel „Beigeschmack“, daraufhin waren die Menschenrechte im Rahmen der Ausstellung „Künstlerische Antworten zu Fragen des Menschseins“ in den Fokus genommen worden, zuletzt folgte eine Ausstellung „Lebenswege“, die sich mit Migration, heute und mit Völkerwanderung als historischem Phänomen befasste.

23.03.2017

Leonhard Frank – Lebenszeichen aus dem Exil 1937- 1950

Leonhard Frank

Lebenszeichen aus dem Exil 1937- 1950

Sonderausstellung des Städtischen Museums Kitzingen

vom 10. März bis 31. Mai 2017

 

 

Leonhard Frank im Exil: Geschichte macht Literatur.

 

Leonhard Frank gehörte bis 1945 zu den bekanntesten Schriftstellern seiner Zeit: politisch, pazifistisch, psychologisch und alles andere als konservativ. Noch heute lesen sich seine Bücher wie ein Weckruf. Lange Zeit wusste man wenig Biografisches über den Autoren, der überlebte, weil er vor Hitler fliehen konnte.

In der Ausstellung wird anhand von Forschungsfunden der Lebensabschnitt Leonhard Franks zwischen 1937 und 1950 im Ausland nachgezeichnet und illustriert. Es wird sein Netzwerk dargestellt und die Schwierigkeiten aufgezeigt, mit denen Exil-Schriftsteller zu kämpfen hatten – und bis heute haben.

 

Die Ausstellung wurde konzipiert von Michael Henke, dem 1. Vorsitzenden der Leonhard Frank Gesellschaft e.V.,

und Ricarda A. Truchseß, Museologie, Universität Würzburg.

Projektleitung: Stephanie Falkenstein

Ausstellungstechnik: Klaus Hofmann

 

Es handelt sich um eine Kooperation des Städtischen Museums Kitzingen mit der Leonhard Frank Gesellschaft Würzburg e.V. und der Professur für Museologie an der Universität Würzburg.

 

Sahara - ein Résumé

Sahara – ein Résumé

(4. Juni – 31. Dezember 2016)

 

Eine Sonderausstellung des Städtischen Museums Kitzingen

in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geographie und Geologie und dem Institut für Musikforschung der Universität Würzburg, dem Missionsärztlichen Institut Würzburg und dem Département de Géographie de l´Université Abdou Moumouni de Niamey/Niger, dem Conditorei-Museum Kitzingen und dem Förderverein Roxy-Kino e.V.

 

Die Anwesenheit von Angehörigen über 90 verschiedener Kulturen und die angesichts der globalen Lage zunehmende Präsenz von Immigranten auch in der Stadt Kitzingen und der Region Mainfranken veranlassen das Städtische Museum Kitzingen im Jahr 2016 eines der klassischen Durchzugsgebiete für den Fernhandel (Salz, Gewürze, Heilkräuter, Tuchwaren), aber auch die erste Horroretappe der Flüchtlinge aus Zentralafrika, die Sahara, näher zu betrachten. Schlepper überlassen Flüchtlinge immer wieder in der Wüste ihrem Schicksal, wo sie aufgrund von Wasser- und Nahrungsmangel versterben. Viele, die es schaffen, sterben dann im Mittelmeer auf dem Weg nach Europa.

Neben den gegenwärtigen Problemen des Menschen-, Waffen-, Antiken- und Drogenhandels wird die Ausstellung aber auch die Kultur- und Naturgeschichte, sowie die Archäologie der Sahara in den Fokus nehmen.

Internationale Verflechtung Kitzingens in den Überseehandel im 18. Jahrhundert

Bemerkenswert ist, dass im Rahmen dieser Ausstellung auch die Einflechtung der historischen Weinhandels- und Hafenstadt Kitzingen in den überseeischen Dreieckshandel des 18. Jahrhunderts mit und über das Relais Nantes einbezogen werden konnte. Die wirtschaftliche Basis war hierbei der Sklavenhandel über die Sklavenmärkte in Afrika mit Amerika und der Import von Zucker, Kaffee etc. Dies unterstreicht auch die ehemalige Bedeutung und Internationalität der ehemals fürstlichen Handelsstadt Kitzingen.

Die Inwertsetzung der Rüdenhäuser Schloss-Apotheke.

Über die Apotheker-Gefäße, z.B. Sennes-Blätter, Opium etc. wurde die Einbindung in den ehemaligen Fernhandel herausgearbeitet. Ebenso wurde ein Vergleich der verschiedenen „Medizinen“ unternommen.

Archäologie

Die bestehende Archäologie-Abteilung wurde genutzt zum Vergleich der unterschiedlichen  historischen Menschengruppen vom Homo erectus bis zum Homo sapiens, ihrer materiellen Kulturen, Wirtschaftsweisen und ihrer Abhängigkeit von der jeweiligen Umwelt. Dabei soll auch die Frage des Zeitpunktes angesprochen werden, ab wann die Menschen in der Lage waren, ihre Umgebung wesentlich zu gestalten.

 

Begleitprogramm des Sahara-Projektes:

 

Die heißeste Stadt Deutschlands im Sahara-Fieber.. 

und das Roxy fiebert mit!

 

An mehreren aufeinander folgenden Abenden widmet sich auch das Kino Roxy dem Thema „Sahara“ und präsentiert verschiedene Filme, die sich mit der Vielfalt und Zwiespältigkeit  des Lebens in der Wüste auseinandersetzen.

 

„Der Himmel über der Wüste

der  Film nach einem Roman von  Paul Bowles zeigt unter der Regie von Bertolucci  das Leben in einer  nordafrikanischen Stadt als  visuelles Erlebnis voller sinnlicher Lebendigkeit.

 

„Die Frauenkarawane“

nimmt den Betrachter mit auf den beschwerlichen Weg aus der Südsahara in den Norden Nigers mit: es sind die Frauen des Stammes Toubou, die sich alljahrlich mit ihren Kamelen den Gefahren und der flirrenden Hitze der Wüste aussetzen, um durch die Ernte von Datteln im Norden den Lebensunterhalt für ihren Stamm zu gewährleisten. 

 

„Timbuktu“

In dem französisch-mauretanischen Film „Timbuktu“ setzt sich der mauretanische Regisseur Sissako bildgewaltig und eindrucksvoll mit dem Schrecken, aber auch der Absurdität der Gewaltherrschaft der Dschihadisten in der sagenumwobenen Stadt in Mali auseinander.

 

„Die Piroge“

des senegalesischen Regisseurs Moussa Toures schließlich konfrontiert den Betrachter mit der verzweifelten Flucht und den unterschiedlichen Schicksalen verschiedener Menschen, die mit ihrer gefährlichen Überfahrt  von der nordafrikanischen Küste nach Europa sich eine lebenswerte Zukunft erhoffen.

 

Ergänzt werden diese Filme jeweils durch Vorträge von und Gespräche mit Experten und Menschen, die durch ihre persönlichen Erfahrungen einen tieferen Einblick in die jeweilige Situation geben können. Geplant sind außerdem ein eintägiges Filmseminar mit  Jugendlichen aus verschiedenen Schulen des Landkreises und ein Workshop, der die Möglichkeit einer Begegnung zwischen den verschiedenen Menschen und Kulturen bieten soll.

 

Außerdem sind geplant:

Sahara-Symposium

Ein mehrtägiges Sahara-Symposium mit Vortragsreihe im internationalen Zuschnitt in der Rathaushalle und dem Stadtmuseum (Delegationen, Fachkollegen der Universitäten in Niamey und Tunis. Referenten der Uni Würzburg, Münster und Bayreuth)

sowie:

Musik der Sahara und ihre Bedeutung soll an Hand eigener Aufnahmen des Konzipienten Dr. Erhard Schulz in Tondokumenten aufgearbeitet und präsentiert werden, sowie Lesungen von Exil-Literatur.

 

Das Projekt wird gefördert von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken.

 


Denkinsel, Vortrag am 31. März:

Das Leben und die Frage: Was nutzt mir das?

Vortrag von Ellen Wilmes

 

Ist ein Leben möglich, ohne die Frage: Was nutzt mir das?

 

Mögliche Antworten auf diese Frage versucht Die Denkinsel, der Philosophische Arbeitskreis des Städtischen Museums Kitzingen zu geben. Das Museum lädt am Donnerstag, 31. März 2016 um 18 Uhr zu einem Vortrags- und Gesprächsabend ein.

 

Wenn wir uns nach Antworten auf diese Frage umschauen, welche finden wir? Immanuel Kant sagt, dass unser Verstand die Erscheinungen in der Absicht durchforscht, eine Regel zu finden. Martin Heidegger sucht die Absicht des Lebens im Sein selbst und Edmund Husserl stellt fest, dass jedes Phänomen im Inneren eine Absicht hat.

 

Ist aber nicht die tiefe Frage nach dem Sinn des Lebens hinter dieser Frage versteckt? In dem Wort Ant-wort-en steckt das Wort. Gehen wir mit der Referentin des Abends, der Philosophin Ellen Wilmes aus Bad Königshofen also auf Spurensuche in den Worten. Ganz nebenbei entdecken wir Ant-wort-en, auf die Frage, ob das Leben die Frage, nach dem „Warum sollte ich das tun?“ kennt.

 

Naturverbundenheit - Kunstausstellung mit Atsuko und Kunihiko Kato

Kunstausstellung "Naturverbundenheit"

im Städtischen Museum Kitzingen,

(6.2.-31.3.2016)

Atsuko und Kunihiko KATO sind ein Künstler-Ehepaar aus Japan.

 

Atsuko (*1959 in Toyoake JAPAN) ist die Malerin.

Kunihiko (*1945 in Komaki JAPAN) ist der Bildhauer.

 

Atsuko Kato hat einen Studienabschluss in Malerei, während Kunihiko Kato einen Studienabschluss in der Bildhauerei an der Kunstakademie in Aichi-ken in Japan absolvierte. 1976 kamen beide nach Deutschland, um gezielt in Nürnberg zu studieren und sich im Rahmen eines Aufbaustudiums gemeinsam in die Kunst und Kultur des Abendlandes zu vertiefen. Nach dem Abschluss des Studiums an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg lebten sie weiterhin bis heute in Franken (1983 Umzug von Nürnberg nach Fürth) als freischaffendes Künstler-Ehepaar. Ihr  gemeinsames Thema ist seit vielen Jahren „die Natur“, sie ist die Inspirationsquelle für beide.

 

 

Atsuko Kato

bevorzugt in ihrem Werk zwei fast gegensätzliche Techniken; zum einen die

Ölmalerei und andererseits den Steindruck unter Verwendung der Solnhofer- Kalksteinplatte. Ihre Bildmotive waren von Anfang an die Natur und deren Vergänglichkeit.

 

Seit 1986 beschäftigt sich Atsuko Kato mit dem Thema „GINKGO“ als Kunstmotiv. Das Gingko-Blatt und der Gingko-Baum sind hierbei zum Kennzeichen der Bilder von Atsuko geworden, die Pflanze ist ein unerschöpflicher Motivlieferant für sie.

 

Das Künstlerehepaar erstellte in diesem Zusammenhang eine Dokumentation von Standorten und Pflanzungen von Ginkgobäumen in Japan und Europa. Als Teil ihrer Kunstausstellungen führten sie oft Ginkgobaum-Pflanzaktion für Völkerverständigung, für Frieden und Umwelt-Erhaltung durch. Atsuko ist zudem auch Mitautorin des 1994 erschienen Buches „GINKGO“.

 

Im Rahmen des weltweiten Städtebündnisses für den Frieden, das von Hiroshima und Nagasaki begründet wurde, unterstützen sie die Stadt Fürth seit 1986 bei der Gestaltung der Hiroshima- Gedenkveranstaltung durch die Aktion „Kunst für den Frieden“.

 

2007/2008 haben sie sich an der Pflanzaktion in Nürnberg „Bäume für die Menschenrechte“ beteiligt, in deren Verlauf bis zum 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 2008 in Nürnberg 60 Ginkgobäume gepflanzt wurden. Die Aktion wurde vom Amt für Kultur und Freizeit und dem Gartenbauamt der Stadt Nürnberg KUF initiiert und getragen.

 

Kunihiko und Atsuko Kato beteiligten sich bei Ginkgo-Dokumentarfilmen, 1994 für das ZDF (Regie: Dr. Monika von Behr), 2001 für ARTE, HR und BR (Regie: Dr. Ina Knobloch), 2009 für ARTE (TV-Sendetermin am 27. 05. 2009 um 19 Uhr „Ginkgo - Odyssee eines Wunderbaums“, Regie von Michael Gärtner)

 

Preis

1994 (Atsuko Kato) Kunstpreis für Lithografie

1999 +2004  (Kunihiko Kato) Kunstpreis der Stadt Wertingen

 

Gemeinsame Auszeichnungen ;

1994 Kulturpreis der Stadt Fürth

2009 Auszeichnung  des japanischen Außenministers

2015 Künstler des Monats Mai in Franken

 

Ausstellungen Einzel,  Gemeinsam, Beteiligungen in ;

Deutschland, Japan, Frankreich, Österreich, Spanien, Finnland, Schweden, Monaco, Taiwan, USA, Canada

 

Opens internal link in current windowZum Verzeichnis der Ausstellungen →

 

Kontakt bei Atsuko & Kunihiko KATO; Hirschenstr.16,Rg. 90762 Fürth, GERMANY

Tel.0911-770545 und 7668381 E-mail kato@odn.de

Webseiten http://www. bioart.justhpbs.jp/

 

Kunstauktion zugunsten der Mali Hilfe e.V.

Beigeschmack

Beigeschmack

Sonderausstellung des Additum Kunst (Q11 – AKG) im Städtischen Museum Kitzingen

vom 19. Juni bis 10.Juli 2015

In der Stadt und im Landkreis Kitzingen sind die unterschiedlichsten Menschen heimisch, deren verschiedenartige kulturelle Prägung zu einem lebendigen Gesamtbild führt. Dieses zu thematisieren war der Ausgangspunkt für die Ausstellung „Beigeschmack“ im Städtischen Museum Kitzingen. Kulturelle Vielfalt spiegelt sich elementar im und beim Essen. So lag es nahe, einen Esstisch anzurichten, um mit einer gedeckten Tafel ein gemeinschaftliches Bild entstehen zu lassen.

Bei der Namensfindung  für die Ausstellung wurde deutlich, dass die Inhalte sich verschieben würden. Das soziale Mit- beziehungsweise Gegeneinander rückte in das Zentrum. Genussvolles Schlemmen von Köstlichkeiten aus verschiedenen Weltregionen trat in den Hintergrund. Der Beigeschmack, den Missstände auslösen, wirkte zu bestimmend um sie auszublenden.  

An einem, über 4 Meter langem Tisch ordnen sich 13 Gedecke auf hierarchische Weise. Zu fast jedem Gedeck gehört eine Hand oder ein Händepaar stellvertretend für die fiktiven Teilnehmer an der Tafel. So pickt sich am unteren Tischende  ein Habenichts mit der einen Hand Krumen aus der anderen, während am Kopf des Tisches die Hand des Reichen, vor sich den goldenen Teller, rücksichtslos die Tischdecke an sich zieht, um sich den Mund damit abzutupfen. Die Hand der Asiatin hält das Handy, um ein Foto Ihrer kunstvoll zu einem Gesicht arrangierten Speise in die Welt zu schicken. An anderer Stelle des Tisches steht ein Teller mit einem rumänischen, bäuerlichen Blumenmuster verziert, auf ihm eine Hand mit Erde, Zwiebel und Kartoffel. (siehe Abbildung)

Es entsteht eine Tafel, die mehr sichtbar macht, als das was auf den Tellern zu sehen ist.  

Konzeption und Realisierung der Ausstellung „Beigeschmack“:

Additum Kunst  (Q11) des Armin Knab Gymnasiums Kitzingen

Leitung:

Alfons von Truchseß-Bruckner

 

Die Teilnehmer:

Lena Bernard, Bao Han  Dam, Kristina Ignatovic, Larissa Kallfaß, Mandukai Solongotuya, Leonard Stinzing, Theresa Türk, Belinda Weinmann, Simon Baier (als Gastteilnehmer )


 

Denkinsel 2014

Die Denkinsel trifft sich regelmäßig am letzten Donnerstag des Monats unter Leitung von Thomas Schneider um 18.00 Uhr im Städtischen Museum. Teilnehmen kann jede/r die/der Spaß am Diskutieren hat. die Teilnahme ist kostenfrei aber niemals umsonst!

hier geht's zu den Nachbetrachtungen 2014

Schaurige Rübenmänner von Zauberhand.....

Schaurige Rübenmänner von Zauberhand.....

im Kitzinger Stadtmuseum versammelte sich am Sonntag, den 2. November eine illustre Gesellschaft schauriger Rübenköpfe. Ausgehöhlt von zarten Zauberhänden entfalteten sie am Abend ein geheimnisvolles Leuchten...

...doch zuvor war Arbeit angesagt! Es kostet schon etwas Kraft bevor die Futterrüben ihre verschmitzten Gesichter bekommen:

Stadtmuseum: Studierende des Faches Museologie blicken hinter die Kulissen

Am 2. Oktober 2014 besuchten im Rahmen der Erstsemester-Einführungstage 20 Studierende des Faches Museologie der Universität Würzburg unter Leitung von Prof. Dr. Guido Fackler das Städtische Museum Kitzingen. 

Auf der Tagesordnung stand zunächst eine Führung durch das 1895 gegründete und im Jahr 2007 neu konzipierte Stadtmuseum Kitzingen. Hierbei richtete sich das Hauptaugenmerk neben Aspekten der Museumsgeschichte, Neukonzeption und Betriebskonzept auf das Anforderungsprofil von Museumsfachleuten.

 

Im Dialog wurden die Voraussetzungen musealer Tätigkeit und die vielfältigen Aspekte der Aufgabenstellung von Museumsfachleuten erörtert. So wurde deutlich, dass für Vermittlungs- und Bildungsarbeit im Rahmen von Ausstellungen und didaktischen Museumsprojekten in erster Linie ein einschlägiges Fachstudium und die Bereitschaft zur laufenden Vertiefung der persönlichen Kenntnisse erforderlich sind. Anhand verschiedener Beispiele aus dem Kitzinger Museumsalltag wurde zudem deutlich, dass neben wirtschaftlichem Sachverstand und Kenntnissen des Haushalts und Sozialwesens vor allem auch Kenntnisse in Technik- und digital unterstützter Informationsverarbeitung für den Museumsalltag unabdingbar geworden sind. Sowohl eine, den Museumsstandards entsprechende Verwaltung des Museumsbestandes, als auch die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit sind heute ohne Kenntnisse entsprechender Computerprogramme als auch spezieller Datenbanksysteme nicht mehr zu steuern. Hierzu gehört auch der Umgang mit technischen Peripheriegeräten wie GPS-Geräten und interaktiven Informationsmedien (Tablets etc.)

Im Anschluss an diesen Gesprächsrundgang stand das Thema Sammeln für die Ewigkeit – Vom Sammlungskonzept zur Computer gestützten Lagerverwaltung auf der Tagesordnung. Gemeinsam mit der Museumsleitung, Stephanie Nomayo M.A., wurden Überlegungen zur Annahme und Erfassung musealer Bestände, sowie Erfassungskriterien und Erfassungswege am Beispiel der Bestandserfassung des Städtischen Museums Kitzingen erörtert. Hierbei bestand anhand bereitgestellter Exponate, im Rahmen einer Übung, die Möglichkeit zur persönlichen Ansprache, d.h. zur Beschreibung, ersten Erfassung und Kategorisierung von Objekten und Objektkonvoluten.

Im Anschluss referierte Tilmann Bruhn, Hochschulpraktikant des Städtischen Museums Kitzingen und Student der Museologie, über seine Projektierung eines externen Sammlungszentrums für das Städtische Museum Kitzingen. Im Rahmen seines Vortrages bot er den Seminarteilnehmern zudem einen Workshop "Generelle Überlegungen zu einer zeitgemäßen Depoteinrichtung und –Verwaltung" an. Dieser wurde von den TeilnehmerInnen mit hohem Interesse wahrgenommen.

Am Nachmittag hatten die Studierenden die Möglichkeit, im Rahmen einer Führung durch die Magazinräume des Hauses, die Depoteinrichtung und Verwaltung des Kitzinger Stadtmuseums näher kennenzulernen und sich zudem in der Gemäldesammlung über die Anforderungen eines Schaudepots zu informieren.

Im Anschluss daran gaben Stefan Schneidmadel, museumspädagogischer Referent, und Dagmar Vila-Pierce, ehrenamtliche Mitarbeiterin, unter dem Motto Das Museum für Entdecker – nicht nur, aber auch für Besserwisser! einen Einblick in das museumspädagogische Konzept des Kitzinger Stadtmuseums.

Die Fayencensammlung des Stadtmuseums
..unter die Nordgermanen geraten ist dieser Student am Erstsemestertag im Städtischen Museum Kitzingen.

Die Hexe im Zauberspiegel...

Knusper, knusper, Knäuschen, wer hat das schönste Häuschen? Die Hexe im Zauberspiegel fränkischer Kulturgeschichte

Begleitband zur Wanderausstellung, entwickelt 2010/2011, ein Kooperationsprojekt des Städtischen Museums Kitzingen mit dem Deutschen Fastnachtmuseum, dem Conditorei Museum Kitzingen, dem Vogelkundlichen Museum im Deusterturm und dem Museum Barockscheune Volkach, sowie dem Papiertheater Kitzingen.

Der bibliophil illustrierte und leserfreundlich aufbereitete Begleitband zur im Wanderausstellung „Knusper, knusper, Knäuschen, wer hat das schönste Häuschen? Die Hexe im Zauberspiegel fränkischer Kulturgeschichte" (entwickelt und präsentiert 2010/2011) ist im Buchhandel unter der ISBN Nummer: 978-3-924694-33-3 für 16.90 €, sowie in der Buchhandlung Hans-Dieter Sauerbrey erhältlich.

Das Projekt wurde gefördert von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken. Die Drucklegung wurde unterstützt von der Kitzinger Freimaurerloge Thekla, eine Leuchte in Franken e.V., von der Fränkischen Lebküchnerei, Georg Will, Kitzingen und Christine Bender (Ideengeberin des Projekts), stellv. Landrätin Lkr. Schweinfurt.

Reine Poesie - Praktikum im Stadtmuseum

Reine Poesie war das Schnupperpraktikum im Kitzinger Stadtmuseum. Hier eine kleine aber feine Entdeckung von Kathrin Dörfler:

 

Freundschaftserinnerungen - Auf den Spuren des Poesiealbums

Mein Name ist Kathrin Dörfler, ich bin 15 Jahre alt und gehe auf das Wirsberg- Gymnasium Würzburg. Da ich mich für Geschichte interessiere habe ich in meinem einwöchigen Berufspraktikum Kitzinger Museumsluft geschnuppert.

„Sei jenem Veilchen gleich,

Das in Verborgenem blüht.

Sei immer fromm und gut.

Auch wenn dich niemand sieht.“

Zur Erinnerung, von deiner Freundin K. Michels

Kitzingen, den 23.02.1900

So lautet ein Eintrag im Poesiealbum aus dem 19. Jahrhundert, welches man im Kitzinger Stadtmuseum bestaunen kann. Ein dunkler Einband, auf den mit großen silbernen Buchstaben das Wort „Album“ gedruckt ist.

Im ersten Moment erscheint das kleine Büchlein neben den anderen ausgestellten Unikaten, wie archäologischen Funden, antiken Möbeln und Stadtplänen, eher unscheinbar. Doch betrachtet man es näher, ist es genauso faszinierend. Denn dieses Poesiealbum ist ein kleiner Schatz, durch seine individuelle Gestaltung ein einzigartiger Zeitzeuge. An ihm hängen persönliche Erinnerungen an Freunde und Familie, die es zu etwas weit wertvollerem machen als Gold oder Diamanten. Ein weiteres Album, eher eine Mappe mit einzelnen Blättern enthält neben kurzen Gedichten, Sprüchen und Widmungen auch kleine Zeichnungen. Mal sind heimische Motive, mal antike Ruinen abgebildet, die auf das für die damalige Zeit charakteristische Motto „memento mori“ (Gedenke des Todes) hinweisen. Die Gestaltung der Einträge wurde stark durch die verschiedenen Modetrends der Epochen geprägt. An den vielen, selbstgemalten Verzierungen erkennt man die Wertschätzung des Besitzers für das Album. Obwohl diese kleine Sammlung noch gut erhalten ist, sieht man ihr ihr Alter an: sie stammt aus dem späten 18. Jahrhundert.

Wie lange gibt es diese „Erinnerungssammlungen“ also schon? Bereits gegen Ende des 16. Jahrhunderts entstand der Brauch, guten Freunden Namen, Wappen und Wahlspruch in ein Stammbuch zu schreiben. Später, im 18. Jahrhundert, kamen zu den Sinnsprüchen auch Widmungen und viele Zeichnungen dazu, und im Laufe der Zeit wurden aus den Stammbüchern dann „Erinnerungsbücher“.

Auch ich kenne dieses Ritual noch aus meiner Grundschulzeit. Unter uns Kindern galt es als Vertrauens- und Freundschaftsbeweis, sich in ein solch wohlbehütetes Büchlein eintragen zu dürfen, was zu einigen Streitereien führte („XY hat in dein Album viel schöner reingeschrieben als in meines“). Selbst hatte ich aber dann doch kein Poesiealbum. Ich bin dem nächsten Trend gefolgt: dem Freundschaftsbuch, einer moderneren Variante, in das man in vorgedruckte Felder Hobbys, Lieblingslieder etc. eintragen konnte. Heute, ein paar Jahre später, sammelt von meinen Freunden kaum noch jemand Poesiealben. Vielleicht ist es einfach zu „uncool“ als Jugendlicher oder man braucht sie gar nicht mehr. Es gibt ja jetzt facebook, whatsapp & Co. Da kann man sich doch auch mit seinen Freunden austauschen. Weltweit. Den ganzen Tag. Einfacher. Schneller.

Die einzige Frage die da bleibt: Ist diese digitale Kommunikation besser oder schlechter als die Poesiealben? Dazu gibt es wohl ganz gegensätzliche Meinungen und sicher auch gute Argumente. Für beide Seiten.

Fest steht jedoch: Freunde sind für uns immer noch genauso wichtig wie früher. Erinnern wir uns heutzutage durch Fotoalben oder auf digitale Weise, so hat sich an dem Wert der Freundschaft sicherlich nichts geändert. Denn Erinnerungen lassen uns im Alter auf unser Leben zurückblicken und verhindern, dass wir die kleinen, wertvollen Momente vergessen.

Anmerkung zu den Bildern: sie stammen aus dem Album der Kitzinger Familie Rübig, das Album wurde von 1898-1900 geführt. Um an das Büchlein heranzukommen musste die komplette Glasfront der zentralen Vitrine in Raum 3 zur Seite geschoben werden, auf dem Bild einer der fleißigen Helfer: Frieder Darlapp.

Frühlingsfest im Gartenschaugelände

 

Am Samstag, 12. April, lädt das Städtische Museum Kitzingen wieder zu einem Kleinen Frühlingsmarkt rund um das Teehaus im Sieboldgarten ein. Von 11 Uhr bis 17 Uhr wird in Zusammenarbeit mit Vereinen und Initiativen ein buntes Programm geboten, das von Szenen aus dem Mittelalter bis hin zum Guerilla-Stricken reicht.

Der Eine-Weltladen ist mit einem Stand vertreten, die Imker geben einen Einblick in ihre Arbeit und die AWO bietet Frühlingsblumen an. Experimentelle Musik erklingt, die vom Didgeridoo bis zu klassischen Instrumenten reicht. Ein Drehorgelspieler weckt Erinnerungen an vergangene Zeiten. Neben Kaffee und Kuchen gibt es aus dem Wok Köstlichkeiten mit und ohne Fleisch. Am Stand bei den Internationalen Beeten gibt es „Versucherli“ aus fremden Ländern.

Für die Kinder wird es vorösterliches Bemalen von Eiern geben. Der Förderverein Gartenschaugelände Kitzingen e. V. lädt ab 13.30 Uhr bis etwa 15 Uhr alle Kinder ein, Ostereier zu suchen und gegen Süßigkeiten einzutauschen.

Paula, Harris und die Schleiereulen-Prinzessin

Greifvogelseminar und Flugvorführung

am Sonntag, den 23.03. im Städtischen Museum Kitzingen

 

Der große Uhu Alfons war unpässlich, aber er wurde charmant vertreten von einem anmutigen Schleiereulenfräulein. Allerdings musste die Kleine am längsten in Ihrer Transportkiste ausharren, denn die eigentliche Show machten das bussardgroße Gerfalkenweibchen, Paula, und vor allem Harris, der amerikanische Wüstenbussard.

Während Karl-Josef Kant, ein passionierter Falkner, der in Würzburg privat eine Tierauffangstation betreibt, über die Geschichte der Beizjagd und die Jagdpraxis erzählte, unterstützte ihn seine Frau Christine Kant, indem Sie dem Publikum den Falken und den Bussard vorstellte. Einigen Besuchern war es sogar vergönnt, den großen Falknerhandschuh überzustreifen und einen der Vögel auf die Faust zu nehmen. Hierbei wurde dem Publikum auch eine besondere Eigenart von Harris verdeutlicht. Als Wüstenbussard gehört er zur einzigen Greifvogelart, die im Familienverband jagt und daher auch eine Familie akzeptiert. Das hat den Vorteil, dass Harris zwar immer wieder zu "seiner Familie" zurückkehren wird, er braucht daher weder die Falkenhaube noch einen Peilsender, aber alle Wesen, die nicht zu seiner Familie gehören, erkennt er als "Feinde". Da die Familie von Harris, Christine und Karl-Josef Kant, nun aber "blonde, bzw. altersblonde Haare" aufweist, akzeptiert der "Indianer", wie er liebevoll genannt wird, auch nur blonde Personen.  Während die große Gerfalkin Paula sich ohne Probleme von jeglichen Besuchern auf die Faust aufnehmen ließ, durfte daher der "Harris Hawk", wie er in Amerika genannt wird, nur von zwei ausgesucht blonden Damen im Publikum auf die Faust genommen werden.

 

Die Unterschiede der Beiden zeigten sich auch im Rahmen der Flugshow, die nach dem Vortrag im Feuerwehrhof hinter dem Stadtmuseum geboten wurde. Während der Indianer im eleganten Gleitflug wenige Zentimeter über dem Boden entlang streichend, zuverlässig zwischen Christine und Karl-Josef alternierend auf die ausgestreckte Faust wechselte, verhielt sich die bussardgroße Gerfalkin Paula deutlich anders. Mit Peilsender versehen, wartete sie nur darauf bis Christine Kant mit ihrer "dritten Hand", den Zähnen, die Schlaufen der Falkenhaube löste. Paula sah sich kurz um, strich ebenfalls eine kurze Strecke über den Boden um sich dann aber hoch aufzuschwingen und sowohl das Feuerwehrgebäude, als auch in einer zweiten Runde das Stadtmuseum zu überfliegen. Als dann noch ein kleiner Junge mit Roller im Feuerwehrhof aufkreuzte, hielten alle Zuschauer kurz die Luft an. Ob der Vogel nun überhaupt noch zurückkehren würde? Doch Karl Josef Kant griff zu seinem Federspiel, einer mit Leckerbissen bestückten Vogelattrappe, die er rhytmisch durch Luft schwang. Paula ließ sich tatsächlich auf das Spiel ein und versuchte den Köder zu erhaschen, ihre Belohnung war denn auch ein Stückchen Rinderherz.

Doch die Show war mit dem Falkenflug noch nicht vorbei, denn als Harris und Paula verstaut waren, kam Christine Kant mit einem dritten Vogel auf der Faust zu den wartenden Besuchern. Es war das Schleiereulenfräulein. Dieses anmutige kleine Wesen mit dem weißen, flaumigen Federkleid und den runden schwarzen Augen possierte nun trefflich für die gezückten Kameralinsen, indem sie mehrfach ihre Flügel dehnte und streckte und sich von allen Seiten bewundern ließ. Die Absenz des Uhu Alfons, auf den eigentlich alle gewartet hatten, war damit endgültig verschmerzt und verziehen.

 Aber nicht nur Vögel waren im Gepäck der beiden Vogelfreunde. Aus zwei schuhschachtelgroßen Holzkästen, auf denen die Worte "Heide" und "Gerlinde" standen kamen Kratzgeräusche und in den Luftlöchern auf den Seiten ließ sich gelegentlich eine kleine rosa Schnauze sehen. Karl Josef Kant nahm zuletzt zwei Frettchen-mädchen aus ihren Kästen. Er konnte die beiden knuddeln, in die Luft werfen und mit ihnen spielen, sie würden nicht auf die Idee kommen, ihn zu beißen, obwohl sie es eigentlich sehr gut könnten. Die beiden Frettchen werden in Symbiose mit den Falken zur Jagd verwendet, in dem sie kleine Nager aus ihren Bauten "sprengen", die dann von den Vögeln gegriffen werden können.

 Wer die Veranstaltung des Stadtmuseums am gestrigen Sonntag versäumt haben sollte, kann sich gerne eigenständig an die Familie Kant wenden. In der Würzburger Tierauffangstation sind Besucher nach Voranmeldung gerne gesehen. Das können auch Schulklassen oder ganze Besuchergruppen sein. Allerdings sollte man eine kleine Spende für das Futter mit einrechnen, denn die Station ist eine Privatinitiative und trägt sich hauptsächlich durch Spenden!

 Kontakt: Greifvogelauffangstation am Schenkenturm, Christine und Karl Josef Kant, Ellernweg 15, 97080 Würzburg, Tel.: 0931 94214, mobil: 0170 551 57 26; falknerei-kant@gmx.de

Winterkonzert des Kitzinger Stadtmuseums

Winterkonzert des Kitzinger Stadtmuseums

am Samstag, den 15.2. können wir Sie mittlerweile schon im 4. Jahr zu unserem traditionellen Winterkonzert des Kitzinger Stadtmuseums einladen. Sie erleben einen zauberhaften Klavierabend mit Burkard Lutz, unserem aus Kitzingen stammenden jungen Pianisten und Komponisten, der auch diesmal neben Sonaten von Johann Christian Bach und Ludwig van Beethoven eine seiner anspruchsvollen eigenen Komposition vortragen wird. Burkard Lutz gibt dieses Konzert, wie in den vergangenen Jahren, zugunsten seiner Heimatstadt Kitzingen ohne ein Honorar zu verlangen, damit fördert und unterstützt er zugleich das Kitzinger Stadtmuseum, er ermöglicht uns aber auch, Ihnen dieses Konzert ohne eine Eintrittsgebühr anzubieten.

Das Konzert findet am Samstag, den 15.02 um 19.00 Uhr in der Rathaushalle Kitzingen statt. Über einen zahlreichen Besuch würden wir uns sehr freuen.

Das Programm:

Johann Christian Bach (1735 – 1782)

Sonate in D-Dur, op. V Nr. 2

-          Allegro di molto

-          Andante di molto

-          Minuetto

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)

Sonate Nr. 17 in d-Moll, op. 31 Nr. 2

-          Largo – Allegro – Adagio

-          Adagio

-          Allegretto

P  A  U  S  E

Johann Christian Bach

Sonate in G-Dur, op.V Nr. 3

-          Allegro

-          Thema con variazioni: Allegretto

Burkard Johannes Lutz (*1982)

Sonate Nr. 21 in c-Moll, op. 310

-          Allegro con brio

-          Andante

-          Allegro

 

 

Sonderausstellung und Uraufführung der "Kitzinger Fragmente"

Pergamenteinbände, die es in sich haben – mittelalterliche Musikhandschriften wiederentdeckt

Der fürstlich brandenburgische Kastenhof in Kitzingen beherbergt zwei Einrichtungen, die für die Stadtgeschichte Kitzingens in den letzten Jahren schon so manchen Schatz gehoben haben: Stadtmuseum und Stadtarchiv. Auch diesmal ist den beiden Leiterinnen ein Geniestreich gelungen.

 Der Leiterin des Stadtmuseums, Stephanie Nomayo M.A., waren im Zuge von Recherchen die Einbände einiger Steuerbücher im Kitzinger Stadtarchiv aufgefallen. Sie bestanden aus Pergament, waren aber zum Teil durch die Jahrhunderte währende Nutzung partiell dunkel verfärbt, zeigten aber noch zwischen ihren, in Latein abgefassten Texten, kostbar eingefärbte, leuchtend rote, blaue oder grüne Initialen (Anfangsbuchstaben). Dazwischen gaben sich rote Zeilen mit einer altertümlichen Notenhandschrift, der sogenannten "Hufnagelnotation", zu erkennen. Ohne Zweifel handelte es sich bei diesen Handschriften um Gesänge des Gregorianischen Chorals, die, wie sich später herausstellen sollte, aus dem 15. Jahrhundert stammten.

Anhand der Entstehungszeit der im Buchblock dieser wertvollen Pergament-Einbände abgehefteten Dokumente, ließ sich feststellen, dass diese kostbaren Musikhandschriften offenbar in einem begrenzten Zeitraum – in der zweiten Hälfte des 16. bis in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts -  ihre Umnutzung als Einbände für Kitzinger Rechnungs- und Steuerbücher erfahren hatten.

Auf diesen Tatbestand aufmerksam gemacht, recherchierte die Leiterin des Kitzinger Stadtarchivs, Frau Doris Badel M.A., die Umstände der Einbandverwendung. Sie fand heraus, dass im genannten Zeitraum der Stadtschreiber Paulus Rücklein erstmals das Archiv der Stadt Kitzingen geordnet und die losen Rechnungen, Protokolle, Urkunden und sonstige Dokumente in verdienstvoller Weise zu Büchern zusammengefasst hatte. Offenbar hatte er strapazierfähige Einbände für sein Vorhaben, der Neuordnung des Kitzinger Stadtarchivs, welches in den Zeitraum des Rathausneubaus fällt, benötigt und sich diese beschafft. Woher, das bleibt im Dunkel der Geschichte.

Auch wenn die Vermutung naheliegt, dass diese liturgischen Notenhandschriften aus dem 1544 durch die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach säkularisierten Kitzinger Benediktinerinnenkloster stammen könnten, so wird dieses – so zeigten die späteren Forschungen – doch nie zu beweisen sein. Letztlich ist es aber dem eifrigen Stadtschreiber zu verdanken, dass diese kostbaren Musikhandschriften der Nachwelt erhalten blieben.

Man beschloss gemeinsam, die Pergamente in enger Kooperation mit Pater Rhabanus Erbacher, Ordensangehöriger des Benediktinerklosters Münsterschwarzach, innerhalb eines Forschungsprojektes zu dokumentieren. Weiterhin war man sich einig, diese wertvollen Kitzinger Fragmente im Rahmen der, von Hauptamtsleiter Ralph Hartner initiierten 450-Jahrfeier des Rathauses Kitzingen, im Jahr 2013 der Öffentlichkeit im Rahmen einer Ausstellung erstmals zu präsentieren. Zumal die Umnutzung der Handschriften im Zuge der Archivneuordnung und der Rathausneubau vor 450 Jahren in engem Zusammenhang stehen.  Die Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken stellte daraufhin eine Förderung des Projektes in Aussicht.

Es entstand eine aufwendige Ausstellung, die sich über 35 Tafeln erstreckt und eine Auswahl der insgesamt 62 untersuchten Kitzinger Fragmente in anschaulichen Ausstellungstexten erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Aber was wäre eine Präsentation von Musikhandschriften, ohne die hier seit über 500 Jahren konservierte Musik wieder zu Gehör zu bringen? Der junge, aus Kitzingen stammende Komponist, Burkard Lutz, nahm sich des Vorhabens an.  Es entstand eine Komposition über die "Kitzinger Fragmente", die zwar zeitgenössisch umgesetzt, aber die Fragmente zu Beginn jeden Satzes im Original zu Gehör bringt.

Das Konzert findet am 15.12. im Historischen Sitzungssaal des Rathauses vor geladenen Gästen statt, wird aber in einem Livemitschnitt aufgezeichnet.

Die Pergamenthandschriften und die großzügige Ausstellungsdokumentation können vom 15. Dezember bis 31. Januar im Rathaus der Stadt Kitzingen, zu den regulären Öffnungszeiten besichtigt werden.

 

Am Projekt beteiligt waren:

Doris Badel M.A.

Beitrag zur Umnutzung der Musikhandschriften

durch den Stadtschreiber Paulus Rücklein

 

P. Rhabanus Erbacher OSB

Dokumentation und Bearbeitung der 62 wiederentdeckten

Pergamenteinbände des Stadtarchivs Kitzingen

 

Dipl. Restauratorin Henriette Reißmüller

Konservatorische Arbeiten an den Handschriften

 

Burkard Lutz

Vertonung der “Kitzinger Fragmente” innerhalb einer

zeitgenössischen Komposition, sowie Konzertleitung

im Rahmen der Uraufführung am 15. Dezember 2013

 

Projektleitung: Stephanie Nomayo M.A.

Das Projekt wird gefördert von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken.

 


 

 

 

Museumsbesuch der Klasse 1b Siedlungsschule

Weitere Bilder vom Museumsbesuch der Klasse 1b gibt es hier:


Saufeder, Hirschfänger und Federspiel - Waidwerk in Franken bis zum Ende der Feudaljagd

Sonderausstellung

Städtisches Museum Kitzingen
23.11.2013 - 28.02.2014

Die Ausstellung präsentiert eine Dokumentation der historischen Quellen sowie kostbare und seltene Exponate, zum Teil aus eigenen Beständen. Darunter befinden sich mit Elfenbein eingelegte, historische Jagdwaffen, kunstvoll gestaltete Pulverflaschen, Skulpturen, Illustrationen, Blankwaffen und Trophäen, aber auch Klassiker der Jagdliteratur, so ein wertvolles Faksimile des berühmten Jagdbuches Kaiser Maximilians I.

Die Ausstellung ist bis zum 28.02.2014 zu besichtigen:

Dienstag bis Freitag: 15.00 - 18.00 Uhr
Samstag und Sonntag von 14.00 - 17.00 Uhr
Führungen sind nach Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums möglich, Gebühr: 35.- € für die Gruppe.


 

 

 

13. November

Arbeitskreis Beginen

Anna Mebs berichtet in einem kurzen Bildervortrag über den neuen Beginenhof Bochum:

Baut Häuser und wohnt darin, suchet der Stadt Bestes!“

Der neugebaute Beginenhof Bochum wurde eingeweiht! Weit über 250 Menschen nahmen daran teil. Zehn Beginenhöre hatten Vertreterinnen gesandt, gratulierten herzlich und brachten ihre Geschenke mit. Nach obigen Worten aus Jeremia 29 in gerechter Sprache hielten die 35-jährige evang. Diakonin Stephanie Roeder und die 70-jährige kath. Begine Brita Lieb eine Dialogpredigt im feierlichen Einweihungs-Gottesdienst am Samstag, dem 26.10.2013 um 11.00 Uhr. Sieben Jahre lang hatte Begine Brita Lieb von Fulda aus einen Beginenhof für 25 Frauen, ein richtiges Frauen-Dorf, entwickelt und dieses städtebaulich hochinteressante Ensemble von Wohneinheiten, verbunden mit der aufgegebenen kleinen Maximilian-Kolbe-Kirche neben einem Landschaftsschutzgebiet, bauen lassen, unterstützt von perfekt zugewandten Architekten. In diesem genossenschaftlichen Wohnprojekt soll nun solidarisches Miteinander und Füreinander von modernen Beginen auch in dieser Stadt erlebbar gemacht werden. Angereist war zu diesem frohen Fest auch die Begründerin des jungen Arbeitskreises "Beginen - Frauen auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben".

Danach, wie geplant, geht sie zu dem angekündigten irischen Märchen über.

Der Spiegelsee
Zeitlich verbunden mit den kurz vorher begangenen Tagen des Gedenkens AllerHeiligen und AllerSeelen hören wir in diesem irischen Märchen von Orten, an denen der Schleier ganz durchsichtig ist, der unsere Welt von der Welt der Seligen trennt.

Referentin: Anna Mebs

18.00 - 20.00 Uhr, Stadtmuseum Kitzingen

 


Das Archäologische Netzwerk Kitzinger Land trauert

um seinen Nestor

Werner Gimperlein

hier geht es zu seiner Erinnerungsseite →

Wer möchte, kann auch eigene Beiträge und Fotos an das Stadtmuseum schicken, wir werden diese dann einstellen. E-Mail: stephanie.nomayo@stadt-kitzingen.de

 


 

Die Denkinsel

In Nachfolge des Philosophischen Gesprächskreises startet ab September 2013 der neue (laien-)philosophische Gesprächskreis „Die Denkinsel“ unter Leitung von Thomas Schneider, Willanzheim. Treffpunkt ist an jedem letzten Donnerstag im Monat um 18.00 Uhr im Städtischen Museum Kitzingen. Die Denkinsel ist für Menschen, die Freude daran haben, anhand ausgewählter Themen oder Texten zusammen einen Spaziergang durch "Denkwelten" zu unternehmen. Im Mittelpunkt steht das Gespräch und die Begegnung mit Menschen, die ihr bereits beschriebenes "Buch des Lebens" mit all seinen kleinen und großen Eintragungen und Randbemerkungen mitbringen.

Die Themen sollen sich an den Wünschen und Interessen der Teilnehmer orientieren. Die Denkinsel soll die Lust am Selber- und Weiterdenken zu wecken. Hier können ethische und moralische Fragen zu Werten, Tugenden und Haltungen gestellt werden, um gemeinsam Antworten zu finden, die das Zusammenleben von Menschen betreffen. Als Grundlage dient zuerst der eigene Erfahrungsschatz, den wir im gemeinsamen Dialog und – falls angebracht – unter Zuhilfenahme von Literatur der großen Dichter, Denker und Philosophen abgleichen. Entgegen einem weitverbreiteten Vorurteil verstehen wir Philosophie nicht als abstrakt und unverständlich. Wir rücken die spätantiken Traditionen philosophischer Lebenspraxis und deren Grundzüge, wie Existenzerhellung, Selbstverständnis, Angst- und Konflikt-bewältigung, Lebenskunst und Alltagsspiritualität wieder in den Vordergrund.

Eingeladen sind Teilnehmer, die gewohnte Gedanken überdenken und hinterfragen möchten, die Interesse am Ausprobieren neuer Gedankenwege haben, und die sich trauen ungeordnete Gedanken mitzubringen oder mit nach Hause zu nehmen. Dazu bieten wir Begegnungen und Impulse – und immer wieder Stoff für wirklich gute Gedanken, für die uns im Alltag so oft die Zeit fehlt. Als erstes Thema steht "Geben und Nehmen" auf der Tagesordnung, es ist für 4 - 6 Abende geplant, je nachdem wie die Gruppe möchte. Die Abende sollen immer mit einem kurzen Impulsvortrag/-beitrag zum Thema beginnen.

Das erste Treffen findet am 26. September 2013 um 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr im Städtischen Museum Kitzingen statt. Jede/r ist herzlich eingeladen!

 

3. Johann Rudolph Glauber Symposium -

Vorträge und Multimediapräsentation zu Johann Rudolph Glauber und seiner Zeit

mit Prof. Dr. Helmut Gebelein und Dr. Rainer Werthmann, am Samstag, den 21. September, ab 15.00 Uhr im Kitzinger Stadtmuseum

Die Alchemie als Vorgängerwissenschaft der heutigen Chemie verfügte noch über eine ganzheitliche Sicht der Welt, die im Zeitalter der globalen Verantwortung für Mensch und Natur wertvolle Denkanstöße bringen kann. Kitzingen mit dem einzigen erhaltenen Haus Glaubers aus seiner Zeit als aktiver Alchemist ist ein guter Ort dafür, dieses Gedankengut zu pflegen.

Im Rahmen des Symposions referieren Stefanie Pfeiler, Kitzingen und Reinhard Feisel, Dettelbach über das Kitzinger Glauberprojekt. Höhepunkt der Veranstaltung sind die Vorträge von Prof. Dr. Gebelein, Gießen "Justus Liebig, der bedeutendste deutsche Chemiker des 19. Jahrhunderts" und Dr. Rainer Werthmann, Kassel "Der Stein der Weisen, ein Bergwerk des Feuers - Vorstelllungen zur Natur der Metalle in der Naturwissenschaft des 17. Jahrhunderts."

 

 

Zeit in Liebe verwandeln –

Flandern und das Erbe der Beginen

Zurück von einer Reise mit dem Dachverband der Beginen in das am meisten bekannte Wirkungsgebiet der historischen Beginen gibt es viel zu berichten.Im wunderschönen Frühling 2013 begaben sich viele interessierte Frauen und Beginen aufs Neue auf die Fahrt mit Begine Schwester Brita Lieb. Gemeinsam mit dem Bus ab Beginenhof Essen war die erste Station in Breda/NL. Alle weiteren Punkte der Reise befanden sich dann in den ehemals spanischen Niederlanden, Belgien. Von diesen gemeinsamen Erlebnissen hat die Referentin viele eindrucksvolle Bilder aufgenommen.

 Wir laden Sie herzlich ein, zu diesem Reisebericht der besonderen Art

am 19.09.2013 von 18.00 – 20.00 Uhr

in das Städtische Museum Kitzingen!

 Bei weiteren Treffen des Arbeitskreises Beginen soll auch anderen interessierten und einschlägig versierten Menschen die Gelegenheit geboten werden, eigene Beiträge zu diesem besonderen Thema beizusteuern. Außerdem möchte die Referentin dazu einladen, sie zum Einweihungsfest des neuen Beginenhofes in Bochum am 26.10.2013 zu begleiten. Wir freuen uns auf Sie!

Anna Mebs und Stephanie Nomayo


Elefanten im Kitzinger Stadtmuseum - ein Rückblick auf den Workshop mit dem Kindergarten Alemannenstrasse

Am Dienstagmorgen ist eine Horde bunter Elefanten durchs Museum marschiert. Dies scheint für das Stadtmuseum Kitzingen durchaus merkwürdig und ist nicht jeden Tag der Fall, wie kam es dazu? Der Kindergarten Stadtkirche wurde zu einem Workshop im Rahmen der Ausstellung „Natur und Architektur in Suomi“ der Künstlerin und Fotografien Erika Schulder eingeladen. Nach einer kurzen Führung durch das Museum von der Leiterin Stephanie Nomayo, waren die Kinder begeistert von dem Mammutzahn, den es im Museum zu besichtigen gibt. Wahrscheinlich haben die kleinen Künstler genau aus dem Grund ausnahmslos alle versucht ihr Können mit Pastellkreide im Motiv eines Elefanten unter Beweis zu stellen. Die riesigen Tiere wurden nach belieben in den verschiedenen Lieblingsfarben gestaltet. Da konnte es auch passieren, dass ein Elefant mit grünen Beinen, einem rosa Rüssel und gelben Ohren endete.

 


Unser Ferienangebot - Osterworkshop, ein Rückblick 

In den Osterferien vom 26. bis 28. März hatten Kinder im Stadtmuseum die Möglichkeit kreativ zu werden. Von Ostereiern mit Serviettentechnik verziert, über Osterkörbchen bis zu Eierbechern konnte die perfekte Dekoration für den Feiertag angefertigt werden. Die Kinder haben begeistert versucht möglichst viele Kostbarkeiten in verschiedensten Farben anzufertigen. Sie wollten schließlich ihren Familien und Freunden möglichst schöne Basteleien präsentieren. Die zwei Stunden vergingen an jedem Nachmittag wie im Flug und einige Kinder konnten es sogar kaum erwarten am nächsten Tag wiederzukommen und neue Bastelideen kennenzulernen. Der Workshop ist auf jeden Fall zu wiederholen, vielleicht sogar schon mit feierlichem Schmuck für Weihnachten.


ArchNetKL: Unser Fundobjekt im März 2013

Das ArchNetKL informiert:

 

Unser Fundobjekt im Monat März 2013

stammt von unserem jüngsten Mitglied Fabian Wohlfahrt. Er legte beim letzten Treffen ein frühmittelalterliches Gefäßfragment vor, das er bei Sulzfeld gefunden hat.

Fabi beobachtet regelmäßig eine bestimmte Uferregion im Mainbogen bei Sulzfeld, daher stammt auch sein neuer Flußfund. Die Scherbe gehört zu einem Gefäßdeckel und weist im Inneren sogar die Fingerabdrücke des Töpfers auf.

 

 

Letzte Feldbegehung (9. März): Steinbeilfund (flacher Dechsel, vollständig erhalten) von Jürgen Haerth

Hexenhaus Bau- und Bastelbogen

Bastelbogen des Kitzinger Stadtmuseums, der sowohl die Möglichkeit bietet, ein Hexenhäuschen sofort nach Ausdruck auszuschneiden und zu basteln, oder aber zu backen. Denn die zweite Seite beinhaltet die Angaben der Original-Maße des Häuschens, das so als Vorlage für ein Pfefferkuchenhaus zum Backen verwendet werden kann.

PDF - Hexenhaus zum Download:

Vorderseite

Rückseite

Lebkuchenmischung:

Zutaten:

500 g Bienenhonig

125 g Wasser

125 g Farinzucker

425 g Weizenmehl

375 g Roggenmehl

20 g Natron

15 g Lebkuchengewürz

15 g Milch

8 g Backpulver

Verarbeitungsweise:

Bienenhonig, Wasser und Farinzucker bis 80 ° C erhitzen.

Weizen- und Roggenmehl mit dem Lebkuchengewürz mischen und sieben.

unter die erwärmten Zutaten kneten.

Fertigen Teig ca. 24 Stunden ruhen lassen.

Backpulver und Natron in der Milch auflösen und unter den Teig kneten.

Mit dem Nudelholz ca. 5 bis 8 mm stark ausrollen und verschiedene Gebäckformen ausstechen (z. B. Hexenhaus) und vor dem Backen mit Milch bestreichen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

Backtemperatur: ca. 200 ° C (Ober- und Unterhitze)

Backzeit: ca. 10 Minuten

Hexenhauskleber:

250 g Puderzucker und 2 Eiweiß zusammen aufschlagen.

Alternative:

Hobby Lebkuchenfix:

Backmischen inkl. Schabklone für Lebkuchenhäuser & Bauanleitung.

1 kg Packung 4,95 € - zuzüglich Versandkosten

5 kg Packung 23,50 € - zuzüglich Versandkosten

Spritzglasur weiß:

400 g Packung 5,00 € - zuzüglich Versandkosten

Zu beziehen über:

Stephan Schneidmadel, Kitzingen: 09321/32449


 


 

Eine Ausstellung des Städtischen Museums Kitzingen geht auf Wanderschaft. Nach der Präsentation in Kitzingen 2011 und Mönchsondheim im Juni/Juli 2012 kommt die Ausstellung im Oktober 2012 in Würzburg an:

Der

Bullenheimer

Berg

im Fokus moderner Methoden der Archäologie

Sonderausstellung 22.Oktober 2012 - 9. Februar 2013

Martin von Wagner Museum, Residenz Würzburg

Eröffnung: 22. Oktober, 19.00 Uhr, Toskanasaal

Vortrag zur Einführung in das Thema: Prof. Dr. Frank Falkenstein.

Im September 2009 erörterten auf Initiative des Städtischen Museums Kitzingen Vertreter der Kommunen, des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und der Universität Würzburg Maßnahmen, um die durch Raubgräberei bedrohte Höhensiedlung auf dem Bullenheimer Berg denkmalpflegerisch zu schützen und archäologisch zu erforschen.

Man beschloss die Durchführung eines Airborne Laserscannings vom Bullenheimer Berg als Grundlage für eine Bestandsaufnahme des Bodendenkmals und seine künftige Erforschung, ein weiteres Ergebnis war die Aufnahme der Kooperation des Lehrstuhls für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Würzburg im Jahr 2010 mit dem Archäologischen Netzwerk Kitzinger Land (ArchNetKL), einer Arbeitsgruppe des Städtischen Museums Kitzingen.

Darüber hinaus führt das Archäologische Netzwerk Kitzinger Land (ArchNetKL), in Kooperation mit der Universität Würzburg regelmäßige und systematische Feldbegehungen im Umland des Bullenheimer Berges durch.

Im Jahr 2010 nahm der Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Würzburg nach einer rund zwanzigjährigen Pause neue Feldforschungen auf dem Bullenheimer Berg auf. Im Rahmen von studentischen Praktika wurden bisher in vier Kampagnen archäologische Prospektionen und Ausgrabungen durchgeführt. Im Gegensatz zu den Forschungen der 1980er Jahre bedienen sich diese Unternehmungen neuer Methoden und Techniken der Archäologie. So sind in Zusammenarbeit mit dem Würzburger Lehrstuhl für Geodynamik und Geomaterialforschung aufschlussreiche archäometrische Materialuntersuchungen begonnen worden.

Die aktuelle Ausstellung soll als Wanderausstellung in der Region Kitzinger Land über die Methoden und ersten Ergebnisse des Forschungsvorhabens informieren und bei den Landkreisbewohnern um Akzeptanz für das archäologische Projekt werben.

Dabei liegt es durchaus in der Absicht der Konzipienten den in Laienkreisen gepflegten Mythos von den Schätzen auf dem Bullenheimer Berg zu entzaubern. 

Weitere Informationen aus dem Städtischen Museum zum Thema →

 

Zugleich ist die Ausstellung, der auch der am 6. Juni erscheinende Begleitband (ISBN 978-3-924694-27-2)  gewidmet ist, als Referenz gedacht für alle Körperschaften, Gemeinden und Einzelpersonen aus Unter- und Mittelfranken, die durch ihre finanzielle Förderung und engagierte Unterstützung dieses interkommunale, archäologische Forschungsprojekt ermöglichen. Die Ausstellung steht daher auf Abruf den Gemeinden der Region zur Verfügung.

Weiter zu unserer Pressemitteilung bei openPress →

Archäologie-Herbst im Städtischen Museum Kitzingen

Am Samstag, den 29. September von 14.00 - 17.00 Uhr geht es im Stadtmuseum Kitzingen auf Zeitreise! 

 

 

Von der Steinzeit bis zum Mittelalter können sich die jungen Forscher auf den Weg machen und versuchen vorbei an den zeittypischen Stolperfallen ins Ziel zu gelangen. Unter Anleitung von Julia Daub, einer Studentin der Vor- und Frühgeschichte in Würzburg, gibt es weiterhin die Möglichkeit eigene Objekte und Schmuck aus der Steinzeit (Kleine Tierplastiken), der Bronze und der Eisenzeit (Schmuck und Halsringe) herzustellen. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche bis zu 12 Jahren. Die junge Forscherin wird dabei spannende Einblicke in die Lebensweise und Geschichte unserer Vorfahren geben!

Weiterhin sind die Öffentlichkeit, aber vor allem auch die Eigentümer jener Grundstücke in Hüttenheim, Ippesheim, Bullenheim und Seinsheim besonders eingeladen, deren Felder in den vergangenen Kampagnen von Frühjahr 2010 bis Frühjahr 2012 vom Archäologischen Netzwerk Kitzinger Land untersucht wurden  (Die entsprechenden Bürgermeisterämter wurden von uns über die betroffenen Flurstücksnummern informiert).

Es besteht die Möglichkeit, die getätigten Funde anzusehen. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um Keramikscherben, Brandlehmfragmente und Felsgesteinartefakte. Für die Haupteigentümer der betreffenden Flurstücke wurde jeweils eine Publikation zu den Ergebnissen der neuen Forschungen auf dem Bullenheimer Berg, die aktuell in der Schriftenreihe, Band 5, des Städtischen Museums Kitzingen erschienen ist, als Geschenk zurückgelegt! Das Buch kann gegen Ausweis im Städtischen Museum Kitzingen während der regulären Öffnungszeiten abgeholt werden kann.

Zudem dankt das Archäologische Netzwerk Kitzinger Land den Bürgern der Gemeinden Hüttenheim-Willanzheim, Seinsheim, Ippesheim und Bullenheim ganz herzlich für die Duldung der Feldbegehungen sowie für die freundliche Kooperation einzelner Privatpersonen, darunter auch Schüler, die mit Interesse diese Begehungen unterstützt und begleitet haben!


Bei den Nordgermanen - Schulklassen im Museum zu Besuch

Nordgermanen - im Kitzinger Stadtmuseum

Eindrücke der besonderen Art erlebten Schulklassen, die in den letzten Tagen, um noch kurz vor den Sommerferien die Zeit sinnvoll zu nutzen, das Kitzinger Stadtmuseum besuchten.

Ob es sich um die Zweitklässler aus der Siedlungsschule oder die 11. Klasse der BOS handelte, die Schüler waren hoch motiviert und sichtlich begeistert von der Einführung Stephan Schneidmadels in die Sachkultur, das Leben, aber auch in die Waffentechnik der Waräger.

Der begeisterte Sammler und Reenacter bietet für die Besucher des Stadtmuseums in den nächsten Sommerwochen bis Ende August, jeweils am Samstag und Sonntag von 14.00 - 17.00 Uhr die Möglichkeit an Reenactement-Workshops teilzunehmen. Es fallen hierbei keine zusätzlichen Gebühren an!

Die Sachkultur der Waräger im Kitzinger Stadtmuseum

Impressionen:

Besonders kunstvoll gearbeitet: Die wunderschönen Gewandspangen, sogenannte Fibeln, die die Kleidung der Waräger zusammenhielten.

 

 

 

 

 

Zum 5 jährigen Jubiläum der Neueröffnung des 1895 gegründeten Städtischen Museums Kitzingen spielt das  

Duettino Concertante

(Andreas Zack/Violine und Burkard Lutz/Klavier)

am Samstag, den 19. Mai 2012, um 19.00 Uhr

in der historischen Rathaushalle Kitzingen.

Der Eintritt ist frei! (s. auch Duettino Concertante 2011)


Programm:

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)

Sonate für Klavier und Violine in D-Dur, op. 12 Nr. 1, Antonio Salieri gewidmet

-         Allegro con brio

-         Tema con Variazioni: Andante con moto

-         Rondo: Allegro

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 1847)

Sonate für Violine und Klavier in f-Moll, op. 4

-         Adagio (Recitativo) – Allegro moderato

-         Poco Adagio

-         Allegro agitato

Burkard Johannes Lutz (*1982)

Sonate für Violine und Klavier in E-Dur, op. 428, Andreas Zack gewidmet, Uraufführung!

-         Andante – Allegro dentellato

-         Impromptu: Adagio baldanzoso

-         Menuetto: Vivace frastagliato

-         Finale: Rondo: Allegro con molte punte


 

Gerd Nerowski – Skulpturen

Ausstellungsdauer 29.4. – 17.6.

Gerd Nerowski schuf 2011, nach dem Erdbeben in Japan, den weißen Kranich für den Kitzinger Sieboldgarten. In diesem Jahr sind weitere figürliche Skulpturen im Städtischen Museum Kitzingen zu sehen. Der erfolgreiche Königsberger Bildhauer hat sich auf Holz als Ausgangsmaterial spezialisiert. Er arbeitet seine Skulpturen, meist sind es Menschen und deren Portraits, aus dem Kernholz von Baumstämmen. Die vorhandenen Risse und Sprünge verstärkt er oft noch grafisch und erzielt damit eine überraschend lebensnahe Wirkung.

Gerd Nerowski absolvierte, nach seiner Ausbildung zum Schreiner, von 1986 – 1992 an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg sein Studium der Bildhauerei. 1991 erfolgte die Ernennung zum Meisterschüler, seit 1992 lebt er als freischaffender Künstler in Königsberg Bayern.

Impressionen der Vernissage

 


Frühlingserwachen im Sieboldgarten - ein voller Erfolg

Die Würzburger Kunstgeschichte-Studentin Stephanie Pfeiler, ehem. Praktikantin und permanente ehrenamtliche Mitarbeiterin empfängt die Besucher mit Kaffee und Kuchen.

Die Festveranstaltung Frühlingserwachen im Kitzinger Sieboldgarten wurde ein schöner Erfolg.

Wir danken der Kitzinger AWO-Gärtnerei, dem Kitzinger Eine-Weltladen und der Kitzinger Applawia sowie unseren Ehrenamtlichen und Mitarbeitern, dass sie sich so tatkräftig für das gute Gelingen eingesetzt haben!

Hier geht es weiter zu den Impressionen des Tages...

 


 

Wochenend-Workshop mit Stephan Schneidmadel

Ausstellung bis 22.4. verlängert - und zusätzlich erweitert um die Kampfausrüstung eines Kriegers!

Workshop mit Stephan Schneidmadel

Die Nordgermanen

Der Referent, Sammler und Hobby-Volkskundler lädt ein zu einer Einführung in die Lebensweise der Nordgermanen des 8. - 10. Jahrhunderts.

Die Sonderpräsentation findet an den Wochenenden von 14.00 - 17.00 Uhr statt, die Präsentation kann an Werktagen zu den regulären Öffnungszeiten besichtigt werden.

Eine zusätzliche Gebühr zum regulären Eintrittspreis wird nicht fällig!


 

 

Spendenaufruf - Erfolg!

Weiter zur Beschreibung der neu erworbenen Städtler-Vedute


Expedition zurück in die Steinzeit

Expedition zurück in die Steinzeit

„Letzte Grüße aus dem Suppentopf“

 

Multivisionsshow von Dr. Christine Reuter und Peter Schöderlein

Vortrag über die Expedition zur Carstensz-Pyramide in West-Guinea von Dr. Christine Reuter und Peter Schöderlein. Die Multivisionsshow findet am 29.3.2012 im großen Saal des Städtischen Museums Kitzingen statt.

 Dr. Christine Reuter und Peter Schöderlein berichten über ihre Reise zurück in die Steinzeit zum Naturvolk der Dani. Die Expedition zur Carstensz-Pyramide (4884 m) fand im Oktober 2010 unter der Leitung des berühmten Bühler Extrembergsteigerpaares Ralf Dujmovits und Gerlinde Kaltenbrunner statt. Sie führte durch den dichtesten Regenwald der Erde, über riesige Hochmoorlandschaften, bizarre Karstlandschaften, schließlich zu den schneebedeckten Gipfeln der höchsten Berge Ozeaniens. Höhepunkt war die Besteigung des Ndugu-Ndugu („erhabener, schneebedeckter Ort der Götter“) wie die Danis die Carstensz-Pyramide benennen.

Der Eintritt ist frei, über eine Spende für Kinderprojekte in Nepal und Peru würden sich die Veranstalter freuen.          


                                               

Buchtipp: „Johann Rudolph Glauber, Alchemistische Denkweise, neue Forschungsergebnisse und Spuren in Kitzingen“ von Helmut Gebelein und Rainer Werthmann

Buchvorstellung Dezember 2011 mit dem Autor Dr. Rainer Werthmann

Mit etwa 300 Seiten, reich bebildert und künstlerisch gestaltet, wendet sich der Sammelband an einen breiten Leserkreis: vom Fachmann aus der Chemie und Wissenschaftsgeschichte bis hin zum heimatkundlich interessierten Kitzinger Bürger, der immer schon einmal wissen wollte, womit sich der Entdecker des Glaubersalzes in der unterfränkischen Stadt befasst hat.Was in dem Buch berichtet wird, ist nicht etwa die Nacherzählung des Gewohnten und Altbekannten, sondern im Wesentlichen neuere Forschung, erarbeitet von den beiden Autoren in ihren jeweiligen Fachgebieten in den letzten Jahren.

Glaubers Wohnhaus in Kitzingen wurde dabei wiederentdeckt, die Taufurkunde seines als Maler berühmt gewordenen Sohnes aufgefunden, auch die Heilquelle bei Wiener Neustadt in Österreich identifiziert, an der seine erste Begegnung mit dem Glaubersalz stattfand.Breiten Raum im Buch nehmen die Positionen Glaubers in den verschiedensten Zusammenhängen ein: in der Wirtschaftsförderung seines Kitzinger Förderers, des Landesherrn Johann Philipp von Schönborn, im Strom des sich allmählich verändernden alchemistischen Theoriegebäudes, in den gesamteuropäischen Forschungsbemühungen zur Enträtselung des chinesischen Porzellans oder der arabischen Lüsterkeramik.

Aber es geht auch um ganz alltägliche Fragen: Wo hat Glauber in Kitzingen gewohnt? Mit welchen Forschungsprojekten hat er sich damals befasst? Welche Art von Laborräumen hat er für seine Forschungen benötigt? Wie müsste sein Garten ausgesehen haben? Glaubte er noch ans Goldmachen, und hat er vielleicht sogar…?

Und schließlich: Wie wirkt die Alchemie bis in die Gegenwart hinein, wo ist sie in Kunst, Musik, Medizin noch spürbar, wie entwickelte sich aus ihr die Chemie? Kann man die damaligen Vorstellungen vielleicht sogar in der Chemiedidaktik anwenden?

Den Leser erwartet eine spannende Zusammenstellung verschiedenster Aspekte aus Glaubers Leben und aus der Alchemie im Allgemeinen. Das Buch ist noch auf eine andere Weise intensiv mit Kitzingen verbunden.

Die Forschungen gehören zu einer Reihe von Aktivitäten, die eine Ausstellung zu Glaubers 400tem Geburtstag im Städtischen Museum Kitzingen begleitet haben: Vorträge, öffentliches Experimentieren, eine Veranstaltung zur Chemielehrer-Fortbildung, die Produktion von Gewürzwein und Duftwasser nach Glaubers Original-Rezepten in Zusammenarbeit mit dem Armin-Knab-Gymnasium. Die Schüler entwarfen sogar im Kunstunterricht Etiketten für die Produkte und erarbeiteten Texte für einen Audioguide für die Glauberausstellung des Museums. Dieser Teil des Projektes zeigt: Geschichte ist etwas zum Anfassen, kann zum Leben erweckt werden, man muss nur neugierig sein und Fragen stellen.

Das Museum unter der Leitung von Frau Stephanie Nomayo M. A. hat dabei gezeigt, dass es internationalen Standards gerecht wird. Der Bezirk Unterfranken und die Stadt Kitzingen haben diese vielfältigen und großenteils ehrenamtlichen Aktivitäten durch finanzielle Förderung des Buches unterstützt. Text/Foto: Städtisches Museum

 


VERLÄNGERT: 85 Jahre Freimaurer in Kitzingen - Die Loge Thekla stellt sich vor!

Am Samstag, den 3. Dezember präsentieren wir in den Räumen der historischen Apotheke eine neue, von der Kitzinger Konzipientin Manuela Burger entwickelte Sonderausstellung zu einem gesellschaftlich relevanten Thema unserer Stadt.

Die Loge Thekla - eine Leuchte in Franken - 85 Jahre Freimaurer in Kitzingen.

Sonderausstellung ab 3. Dezember 2011 – 29. Januar 2012

 

Zur Eröffnung am 3. Dezember um 15.00 Uhr präsentieren wir

aus der Oper „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart

folgende Bass-Arien des Sarastro:

„In diesen heiligen Hallen“

„O Isis und Osiris“

jeweils in Klavierbegleitung, vorgetragen von Herrn Dr. Bernd Wille.

 

Den Einführungsvortrag hält die Konzipientin Manuela Burger.

Die aus Kitzingen stammende Ausstellungsmacherin studiert an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg u. a. Geschichte und Philosophie. Im Rahmen mehrerer Praktika und als ständiges ehrenamtliches Mitglied des Museumsteams hat sie mit Geschick, hoher Sachkenntnis und in Kooperation mit dem amtierenden Meister der Kitzinger Loge Thekla ihre erste Ausstellung konzipiert.

 

Wir laden Sie ein:

Lernen Sie den verschwiegenen Männerbund kennen, informieren Sie sich über die langen historischen Traditionen der Freimaurer, werfen Sie einen Blick auf eine lokale Institution! Erfahren Sie, welche Söhne der Stadt dem Freimaurerbund angehörten, wo sie sich trafen und immer noch treffen.

Sehen Sie exklusive Ausstellungsobjekte!

Tauchen Sie ein in eine mystische Welt, die mit den landläufigen Verschwörungstheorien nicht viel gemeinsam hat.

Ab 22.Oktober 2012 im Martin von Wagner Museum Würzburg:

Der Bullenheimer Berg - Eine prähistorische Höhensiedlung im Brennpunkt moderner Methoden der Archäologie

In einer Kooperation von ArchNetKL und dem Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Würzburg wurden im Jahr 2010 neue Feldforschungen auf und um den Bullenheimer Berg begonnen. Diese wurden mit neuen Methoden und moderner Technologie durchgeführt.

Hierzu zählen neben dem Airborne Laserscanning auch GPS-gestützte Geländebegehungen, Magnetometer-Prospektion, Bohrungen und Sondagen. In einem archäometrischen Pilotprojekt werden zudem Verfahren der Materialanalyse von mineralischen Artefakten eingesetzt.

Die im Städtischen Museum Kitzingen entwickelte Sonderausstellung soll die angewandten Methoden und Ergebnisse vorstellen und einer breiten Öffentlichkeit in Mainfranken zugänglich machen. Die Ausstellung wurde 2011 im Stadtmuseum Kitzingen, anschließend im Juni - Juli 2012 im Kirchenburgmuseum Mönchsondheim gezeigt, die dritte Station von 22. Oktober 2012 - 2. Februar 2013 ist das Martin von Wagner Museum in Würzburg. Sie steht als Wanderausstellung zur Verfügung.

Weiter zur Projektseite "Sonderausstellung Bullenheimer Berg..."

 Weiter zur Darstellung bei Open Press im Internet

Paul - Eber - Tage in Kitzingen

Am 8. November 2011 jährt sich der 500. Geburtstag Paul Ebers. Aus diesem Anlass werden die Evangelische Gemeinde Kitzingen unter Leitung des Dekan Hans Peter Kern, und das Stadtmuseum Kitzingen im November 2011 ein gemeinsames Projekt mit Ausstellung, Konzert und Gottesdienst durchführen.

Die Paul Eber Tage finden vom 22.10. - 27.11.2011 statt, das Programm finden Sie auf unserer Projektseite:

Weiter zur Projektseite "Paul-Eber-Tage"

Ihr Ansprechpartner:
Stephanie Falkenstein M.A.
Tel.: 09321/929915
HAUSER & SCHMIDT-SAUERBREI
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Kraus & Nowak