200 Jahre BIG DATA in Sickershausen - Die Begründung der wissenschaftlichen Embryologie durch Christian Heinrich Pander und Ignaz Döllinger im Jahr 1817

 

200 Jahre BIG DATA in Sickershausen –

Die Begründung der wissenschaftlichen Embryologie durch Christian Heinrich Pander und Ignaz Döllinger im Jahr 1817

Mediziner und Naturforscher begegnen sich und werden Zeugen und Beteiligte einer epochalen Arbeit in der Medizingeschichte.

Sonderausstellung des Städtischen Museums Kitzingen von 7. Juli bis 31. Dezember 2017

Im Jahre 1817 finden sich in Sickershausen bei Kitzingen Naturforscher und Mediziner zusammen. Dieser freie Forscherkreis mit seinen Treffen im Landgut des Botanikers Christian Gottfried Nees von Esenbeck bildet den Rahmen für eine dort stattfindende wegweisende medizinische Forschungsarbeit:

Christian Heinrich Pander setzt 1817 mit seinen Untersuchungen am Hühnerei einen bedeutenden Meilenstein in der Embryologie - seine Dissertation gilt bis heute als epochales Werk, das die Basis für die weitere wissenschaftliche Bearbeitung dieses Bereiches legte.

Zeugen und Begleiter seiner Arbeit sind Mediziner, Botaniker, Zoologen und Kupferstecher, die ebenfalls mit ihren jeweiligen wissenschaftlichen Arbeiten nicht nur in die Geschichte der Medizin sondern auch in die Biologiegeschichte eingehen. Ein Jahr später wird der Botanische Garten in Bonn einen Gründungsdirektor haben, dessen Familie aus Mainstockheim bei Kitzingen stammt und nach dem heute das Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen der Universität Bonn benannt ist.

Christian Heinrich Pander beginnt nach Abschluss seiner Arbeit eine Reise durch Europa und kehrt später zurück in seine Heimat, das Baltikum, und widmet sich dort der osteologischen und paläontologischen Forschung.

Das Stadtmuseum Kitzingen ist im Besitz des 1817 in Sickershausen von

Eduard Joseph d’Alton geschaffenen Originalportraits von Christian Heinrich Pander.

Im Rahmen des Kitzinger Ausstellungsprojektes sollen erstmals die Ansätze und Grundlagen dieser ersten großen Datenerfassung der Medizingeschichte aufgezeigt werden. In verschiedenen Etappen erfährt der Besucher, woher die Naturforscher im Jahr 1817 kamen, als sie sich auf dem Landgut Nees von Esenbecks trafen. Weiterhin soll ergründet werden, wie das Forschungskonzept des Doktorvaters Ignaz Döllinger von Christian Heinrich Pander und seinem Forscherteam umgesetzt wurde. Hierzu wurde die Anordnung der Geräte für die Brutversuche unter technischen Gesichtspunkten rekonstruiert und die damalige Laborsituation 1:1 in Interieur-Modellen umgesetzt. Weiterhin gibt es zu den einzelnen Beteiligten des Forscherteams (Eduard Joseph D´Alton, Karl Ernst von Baer, Lorenz Oken, Ignaz Döllinger, Christian Heinrich Pander,) Darstellungen zu deren Biographie und weiteren Forschungen. Zudem werden die Vorläufer der Entwicklungstheorien der Embryonalentwicklung, zum Teil unter naturphilosophischem Aspekt (beginnend bei Aristoteles), aufgezeigt, genauso wie die Nachwirkungen der Sickershäuser Erkenntnisse auf die Weiterentwicklung der Medizinischen Forschung hinsichtlich der Embryonalentwicklung bei Säugetieren. Doch auch soziale Aspekte im Zusammenleben des Forscherkreises mit der Bevölkerung von Sickershausen, Mainbernheim und Mainstockheim finden Beachtung.

Um eine lebensnahe und auch museumsdidaktischen Ansprüchen genügende Ausstellung zu realisieren, hat man sich nicht auf eine Text-Bilddokumentation beschränkt, sondern es wurden einzelne Szenen und Sachverhalte in unterschiedlichen Rauminstallationen erfahrbar gemacht.

Die Ausstellung wird im Rahmen der Fränkischen Kulturtage des Bezirks Unterfranken, am 7. Juli 2017 um 17.00 Uhr im Städtischen Museum Kitzingen eröffnet. Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen, der Eintritt für die Eröffnung ist frei!

Das Ausstellungs- und Forschungsprojekt wird gefördert von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken.

Projektleitung: Stephanie Falkenstein M.A.

Forschung, Konzept: Dipl. Forstwirt (Univ.) Reinhard Feisel

Szenographie, Technik: Klaus Hofmann

Grafik, Raumkonzept: Stephanie Falkenstein M.A.

Feinmontagen: Ricarda v. Truchseß, Stefan Schneidmadel, Karin Müller

 http://www.focus.de/regional/bayern/museum-in-kitzingen-200-jahre-big-data-in-sickershausen-die-erste-datenerfassung-der-medizin_id_7261592.html

 

 

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