Kitzingen im Jahrhundert der Glaubensspaltung

 

Kitzingen im Jahrhundert der Glaubensspaltung

Kabinettausstellung des Städtischen Museums Kitzingen

Vom 8. November 2017 bis 31. Dezember 2017

 

Die Reformation entwickelte vor allem auf dem Land und in den entsprechenden Landstädten, so in Kitzingen, eine politische und soziale Kraft die unweigerlich zu einem gesellschaftlichen Wandel führte. Die Aufständischen stritten für "Liebe, Friede, Geduld und Einigkeit" anstelle von Habgier und Eigennutz. Grundwerte der neuen Ordnung sollten brüderliche Liebe und der christliche Nutzen werden. Das Evangelium hatte die bisherige Ordnung als einen Zustand der Unterdrückung und Ausbeutung entlarvt. Kampf für das Evangelium war deshalb immer auch ein Kampf für eine gerechtere Welt – und umgekehrt! Auch Kitzingen wurde von den Bauernaufständen des Jahres 1525 nicht verschont. Während der berühmteste Sohn der Stadt, der spätere Spitzenreformator Paul Eber, noch als Schüler die Lorenzschule in Nürnberg besuchte, spielten sich in Kitzingen bereits dramatische Szenen in der Bürgerschaft ab.

im Jahr 1525 überfielen, durch die Flugschriften, Laienpredigten und die Bauernaufstände aufgestachelte, Kitzinger Bürger bei Nachtzeit das Benediktinerinnen-Kloster, zertrümmerten und zerstörten die wertvollen Inventare liturgischen Geräts und verschonten auch das Grab der heiligen Hadeloga nicht. Es wurde, so heißt es bei Friedrich Bernbeck  "auf empörende Weise verunehrt". Das auf diese Freveltat folgende "Strafgericht” Kasimirs von Brandenburg lebt heute noch als einer der schwärzesten Momente in der Stadtgeschichte Kitzingens nach.

Die Kabinettausstellung des Städtischen Museums Kitzingen gibt einen Einblick in die Vorfälle und Episoden, aber auch in die geistige und mentale Verfassung der Bürgerlichen Gesellschaft Kitzingens im sogenannten “Evangelischen Jahrhundert”, der Besucher lernt die Protagonisten der Kitzinger Reformation kennen.

 

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden, es fallen neben dem regulären Eintritt keine gesonderten Gebühren an.

Martinus Meglin (alias Stefan Köhler) wird als der berühmteste Kitzinger Reformations-Pfarrer in Gewandung szenisch durch unsere Ausstellung führen. Seine Termine sind:

Sonntag, den 12.11., Sonntag, den 19.11., Samstag, den 25.11.,

Sonntag, den 3.12., Sonntag, den 10.12., Sonntag, den 17.12.,

immer ab 14.00 Uhr –

 

Projektleitung, Text, Konzept: Stephanie Falkenstein M.A., Kitzingen

Szenographie, Technik: Klaus Hofmann, Marktbreit

Pädagogik, Reenactement: Stefan Köhler, Schweifurt

Foto, Video: Michael Herbert, Kitzingen

 

 

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