Ausstellungen des Städtischen Museums Kitzingen 2002 - 2017

Ausstellungsprojekte des Städtischen Museums Kitzingen

 

1.            Kitzingen im Jahrhundert der Glaubensspaltung - Sonderausstellung zum Lutherjahr 2017, in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde und Dekan Hans Peter Kern, dem Stadtarchiv Kitzingen und Klaus Hofmann (Szenographie).  Zu dieser Ausstellung ist eine Begleitpublikation in Vorbereitung. (November 2017 – Januar 2018)

2.            200 Jahre BIG DATA in Sickershausen – Die Begründung der wissenschaftlichen Embryologie durch Christian Heinrich Pander und Ignaz Döllinger im Jahr 1817 - Mediziner und Naturforscher begegnen sich und werden Zeugen und Beteiligte einer epochalen Arbeit in der Medizingeschichte. Im Jahre 1817 finden sich in Sickershausen b. Kitzingen Naturforscher und Mediziner zusammen. Der freie Forscherkreis mit seinen Treffen im Landgut Nees von Esenbecks und auf dem Schwanberg bilden den Rahmen für eine dort stattfindende wegweisende medizinische Forschungsarbeit: Christian Heinrich Pander setzt 1817 mit seinen Untersuchungen am Hühnerei einen bedeutenden Meilenstein in der Embryologie - seine Dissertation gilt bis heute als epochales Werk, das die Basis für die weitere wissenschaftliche Bearbeitung dieses Bereiches legte. Zeugen und Begleiter seiner Arbeit sind Mediziner, Botaniker, Zoologen und Kupferstecher, die ebenfalls mit ihren jeweiligen wissenschaftlichen Arbeiten nicht nur in die Geschichte der Medizin sondern auch in die Biologiegeschichte eingehen. Sonderausstellung in Kooperation mit Dipl. Forstwirt (Univ.) Reinhard Feisel Szenographie, Technik: Klaus Hofmann; Grafik, Text: Stephanie Falkenstein M.A., Feinmontagen: Ricarda v. Truchseß.  Zu dieser Ausstellung ist eine Begleitpublikation in Vorbereitung. (Juli 2017 – November 2017)

1.            Leonhard Frank – Lebenszeichen aus dem Exil 1937 – 1950, Sonderausstellung im Städtischen Museum Kitzingen in Kooperation mit Michael Henke, 1. Vorstand der Würzburger Leonhard Frank Gesellschaft Würzburg und Ricarda von Truchseß, Museologin. Leonhard Frank gehörte bis 1945 zu den bekanntesten Schriftstellern seiner Zeit: politisch, pazifistisch, psychologisch und alles andere als konservativ. In der Ausstellung wurde anhand von Forschungsfunden der Lebensabschnitt Leonhard Franks zwischen 1937 und 1950 im Ausland nachgezeichnet und illustriert. Es wurde sein Netzwerk dargestellt und die Schwierigkeiten aufgezeigt, mit denen Exilschriftsteller bis heute zu kämpfen haben. Die Eröffnung der Ausstellung fand am 10. März 2017 um 16.00 Uhr im Foyer des Städtischen Museums Kitzingen statt. Das Grußwort zur Eröffnung sprach Volkmar Halbleib MdL. Als Überraschungsgast besuchte Miguel Frank, der Enkel Leonhard Franks, die Veranstaltung. Er erzählte im Rahmen eines Dialogrundganges Biographisches aus dem Leben seines Großvaters. (März 2017 – Mai 2017)

2.            Sahara – ein Resumé, Sonderausstellung in Kooperation mit Dr. Erhard Schulz, Institut für Geographie und Geologie, und dem Institut für Musikforschung der Universität Würzburg, dem Missionsärztlichen Institut Würzburg und Dr. Ibrahim Sani, Département de Géographie de l´Université Abdou Moumouni de Niamey/Niger, dem Conditorei-Museum Kitzingen und dem Förderverein Roxy-Kino e.V. Die Anwesenheit von Angehörigen über 90 verschiedener Kulturen und die angesichts der globalen Lage zunehmende Präsenz von Immigranten auch in der Stadt Kitzingen veranlassten das Städtische Museum Kitzingen im Jahr 2016 eines der klassischen Durchzugsgebiete für den Fernhandel, aber auch die erste Horroretappe der Flüchtlinge aus Zentralafrika, die Sahara, näher zu betrachten. Neben den gegenwärtigen Problemen des Menschen-, Waffen-, Antiken- und Drogenhandels wurden in der Ausstellung zudem die Einflechtungen der historischen Weinhandels- und Hafenstadt Kitzingen in den überseeischen Dreieckshandel des 18. Jahrhunderts mit und über das Relais Nantes thematisiert. Dies unterstrich auch die ehemalige Bedeutung und Internationalität der ehemals fürstlichen Handelsstadt Kitzingen. (Juni 2016 – Dezember 2016)

3.            Naturverbundenheit, Gemeinschaftsausstellung in Kooperation mit dem Künstler-ehepaar Atsuko und Kunihiko KATO. Atsuko und Kunihiko Kato stammen aus Japan und leben seit 40 Jahren in der Mittelfränkischen Metropolregion Nürnberg-Fürth. Im öffentlichen Raum Mittel- und Unterfrankens sind die Skulpturen und Bildwerke beider vielfach vertreten. Beide Künstler sind Kulturpreisträger der Stadt Fürth und Künstler der Metropolregion Nürnberg 2015. Das Ehepaar wurde 2014 darauf aufmerksam, dass in Kitzingen ein Japangarten existiert, der 2011 zu Ehren des international bekannten Würzburger Japanforschers Philipp Franz von Siebold durch das Städtische Museum Kitzingen eingerichtet worden war. (Februar – März 2016)

4.            K 23.`45 - Lebenswelten im Kitzingen des 20. Jahrhunderts, Ergänzung der perma-nenten Ausstellung in Kooperation mit dem Museologen Nicolas Lucker M.A. Im Mai 2015 jährte sich zum 70. Mal das Ende des von Deutschland begonnenen Zweiten Weltkriegs in Europa und damit die Befreiung von der nationalsozialistischen Diktatur. Im Mittelpunkt der Ausstellung stand der Mensch und die Gesellschaft Kitzingens während des Zweiten Weltkriegs, die Deportation und Ermordung des jüdischen Teils der Gesellschaft und die Zerstörungen der Kleinstadt im Bombenhagel des 23. Februar 1945. Zudem wurde die Frage behandelt, wie die Nachkriegsgesellschaften mit den durch Krieg, Deportation und Zerstörung erfolgten Herausforderungen umgegangen sind. (Mai 2015 – Teil der permanenten Ausstellung)

5.            Kunst für Mali - Ausstellungs- und Benefizauktionsprojekt in Kooperation mit Karin Radermacher und der Mali Hilfe e. V. Mit dem Ausstellungs- und Auktions-Projekt „Kunst für Mali“ übernahm das Stadtmuseum Kitzingen als kommunales Museum seine Verantwortung, auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren. Das hier initiierte Benefiz-Projekt bemühte sich primär um die finanzielle Förderung eines Selbsthilfeprojektes in Mali. Es diente aber auch der Thematisierung und Information über jene, global wirksamen, zum Teil auf grausamste Weise praktizierten, immer noch wirksamen Mechanismen der Benachteiligung und der Beschneidung der Menschenrechte von jungen Mädchen und Frauen, sei es in Hinsicht auf ihre Menschenwürde und ihre körperliche Unversehrtheit. In Kooperation mit den fränkischen KünstlerInnen: Mark Brooks, Barbara Alfen, Erika Möhres-Moser, Dorle Wolf, sowie der Würzburger Museologin Hanna Fuchs. Zu dieser Ausstellung ist eine Begleitpublikation erschienen. (Oktober 2015)

6.            Menschenrechte - Denkskulpturen zu Fragen des Menschseins, zweites Kunst- und Kooperationsprojekt des Städtischen Museums Kitzingen in Kooperation mit dem Armin Knab Gymnasium im Jahr 2015 (Klasse 10B). Die Idee bestand darin, Texte, Zitate und Begriffe zum Thema Menschenrechte „bildhaft“ zu bearbeiten, d. h. sie in eine materielle Form zu bringen. Überraschend waren der Assoziationsreichtum der Schüler, ihre Intensität und die Ernsthaftigkeit sowie ihr unkonventionelles gestalterisches Vorgehen, d. h. der freie Umgang mit „Materialien“ und Texten. Letztere zeigten eine breite Streuung, angefangen vom griechischen Philosophen Demosthenes über Nelson Mandela bis hin zu Papst Benedikt XVI. Es entstanden 20 eindrucksvolle Installationen, die sich nicht nur kritisch-nachdenklich mit grundlegenden Werten der Demokratie, sowie mit Grund- und Menschenrechten auseinandersetzten, sondern tatsächlich auch eine künstlerische Umsetzung vorsahen, in Kooperation mit Dr. Harald Knobling.  Zu dieser Ausstellung ist eine Begleitpublikation erschienen. (September – Dezember 2015)

7.            B E I G E S C H M A C K Sonderausstellung des Additum Kunst (Q11 – AKG) im Städtischen Museum Kitzingen. Im Frühjahr 2014 hatten Teilnehmende des Additums Kunst am Armin-Knab-Gymnasium unter Leitung des Kunsterziehers Alfons von Truchseß-Bruckner entschieden, sich mit dem Thema Kulturelle Vielfalt zu beschäftigen. Nach Teilnahme der Beteiligten des Kunst- Additums am „Demokratie-Aktions-Projekt“ allerdings, änderte man das Konzept! Nicht die kulturellen Unterschiede im Speiseplan der Völker, sondern der Unterschied zwischen Arm und Reich sollten visualisiert werden. Unter dem provokanten Titel „Beigeschmack“  wurden im Juni 2015 im Städtischen Museum Kitzingen zehn eindrucksvolle Installationen gezeigt, die das Gefälle zwischen „Arm und Reich“ am, mehr oder weniger reich, gedeckten Tisch der Welt symbolisierten, in Kooperation mit Alfons von Truchseß-Bruckner. Zu dieser Ausstellung ist eine Begleitpublikation erschienen. (Juni 2015 – Januar 2016)

8.            „Ein Platz für Demokratie und Toleranz“, Ausstellungs- und Aktionsprojekt in Kooperation mit dem Haus der Werte in Alsleben und der Psychologin Stephanie Glaschke. Ausgelöst durch die Morde am Redaktionsteam der Satirezeitschrift Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 in Paris, wurde im Städtischen Museum Kitzingen am 7. Februar 2015, erstmals eine Ausstellung mit Gegenwartsbezug angeboten. Als Ausstellungsexponate fungierten 50 Stühle. Diese Stuhlobjekte waren im Rahmen interkultureller Workshops von kreativen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus nicht mehr im Gebrauch befindlichen Stühlen gestaltet worden. (Februar 2015 – April 2015)

9.            „Cantica sacra veteris ecclesiae“ Kitzinger Musikhandschriften aus dem späten Mittelalter – ein Beitrag zur Makulaturforschung.  Im Zusammenhang mit diesem Projekt stellte sich die Frage: Stammen die Kitzinger Musikhandschriften aus dem ehemaligen Benediktinerinnenkloster? Am Projekt beteiligt waren: Pater Dr. Rhabanus Erbacher OSB Münsterschwarzach: Dokumentation und Bearbeitung der 62 von mir im Stadtarchiv Kitzingen entdeckten Pergamenteinbände; Dipl. Restauratorin Henriette Reißmüller: Konservatorische Arbeiten an den Handschriften; Burkard Lutz: Vertonung der “Kitzinger Fragmente” innerhalb einer zeitgenössischen Komposition, sowie Konzertleitung im Rahmen der Uraufführung am 15. Dezember 2013. Das Projekt wurde gefördert von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken. Zu dieser Ausstellung ist eine Begleitpublikation erschienen. (Dezember 2013 - Februar 2014)

10.          „Saufeder, Hirschfänger, Federspiel“ Waidwerk in Franken bis zum Ende der Feudaljagd. Die Ausstellung präsentierte eine Dokumentation der historischen Quellen sowie kostbare Exponate, darunter mit Elfenbein eingelegte, historische Jagdwaffen, Skulpturen, Illustrationen und Trophäen, aber auch Klassiker der Jagdliteratur. Im Zusammenhang mit der Jagd wurde auch die Geschichte des Kitzinger Klosterforstes und des Kitzinger Bürgerholzes als Paradebeispiele königlichen Bannwaldes und fränkischen Genossenschaftswaldes vorgestellt. Eine Sonderausstellung in Kooperation mit Werner Gimperlein, Dipl. Forstwirt (Univ.) Reinhard Feisel, Jesko Graf von Dohna, Monica von Deuster, Otto von Deuster, Gräfin Susanne Finkenstein, Reinhard Feisel, Jana Friedrich, Christa Gimperlein und Familie, Jana Friedrich, Karl Josef Kant, Rhabanus Erbacher OSB., Dr. Theodor Mebs, Doris Badel M.A., Reinhold Hüßner, Prof. Dr. Frank Falkenstein u.v.a. Zu dieser Ausstellung ist eine Begleitpublikation erschienen. (23. November 2013 – 30. März 2014)

11.          „Geliebte Rumsteherle“ – Geerbtes, Gewerkeltes und Alltagskunst aus Kitzinger Privat-Sammlungen, eine Winterausstellung. Privatsammler und ihre Kollektionen sind der ständige Quell aus dem Museen schöpfen, um das kollektive kulturelle Gedächtnis unserer Gesellschaft am Leben zu erhalten. Diese Ausstellung war als Würdigung gedacht, für all jene, die es sich nicht nehmen lassen, die Augen offen zu halten und sich einzusetzen, wenn Menschheitserbe in Gefahr gerät. Kitzinger Privatsammler zeigten mit dieser Ausstellung ihre Schätze, die sie auf Streifzügen über Flohmärkte, durch Sozialkaufhäuser oder Antiquariate als kenntnisreiche Kunstjäger erbeuteten, oder in stiller Sammelleidenschaft mit Fleiß- und Geduld aus Familienerbe bewahren konnten, sobald sich Nachlässe auftaten, oder Entsorgungs- und Entrümpelungsaktionen anstanden. In Kooperation mit Agnes Schneider, Thomas Schneider Lisa-Marie Schneider, Werner Gimperlein, Stefan Schneidmadel, Elisabeth Porzelt, Dr. Volker von Hoyningen-Huene, Helen von Hoyningen-Huene, Alexander Witt u.v.a. (November 2012 – Januar 2013)

12.          „Kunst geht fremd 2012 – Balthasar Neumann zum 325. Geburtstag“, Beteiligung am Kooperationsprojekt fränkischer Museen. Anlässlich des 325. Geburtstages Balthasar Neumanns bildete dieser Barock-Baumeister die thematische Klammer für Dialoge zwischen insgesamt sieben Museen: dem Mainfränkischen Museum, dem Museum im Kulturspeicher, den Städtischen Sammlungen Schweinfurt, den Sammlungen des Landkreises Rhön-Grabfeld, den Museen der Stadt Aschaffenburg, dem Museum Kitzingen und dem Missionsmuseum Münsterschwarzach. Die Aktion fand 2012 zum zweiten Mal statt. In diesem Rahmen tauschte das Städtische Museum Kitzingen mit dem Missionsmuseum Münsterschwarzach Kunstgegenstände aus. In Kooperation mit Pater Dr. Franziskus Büll, OSB Münsterschwarzach, Dr. Erich Schneider, Museum für Franken, Dr. Claudia Lichte, Museum für Franken, Andrea Brandl M.A. Kunstsammlungen Schweinfurt, Dr. Marlene Lauter, Kulturspeicher Würzburg u.v.a. (Juli – September 2012)

13.          Skulpturen von Gerd Nerowski - Kunstausstellung im Städtischen Museum Kitzingen. Seit 1986 zeigte Gerhard Nerwoski sein Werk in über 30 Ausstellungen, so in Nürnberg, Augsburg, Heringsdorf auf Usedom, im Martin von Wagner Museum in der Residenz Würzburg, in Bamberg und Erlangen, und auch auf der Landesgartenschau Kitzingen im sog. Sieboldgarten, einem Projektbeitrag des Städtischen Museums Kitzingen. (April – Juni 2012)

14.          „Paul Eber“ - Freund, Mitarbeiter und Nachfolger der Spitzenreformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon (Kitzingen 1511 – Wittenberg 1569). Sonderausstellung und Jubiläumsprojekt anlässlich des 500. Geburtstages von Paul Eber. In der Kitzinger Falterstraße wurde Paul Eber 1511 geboren und wirkte ein Leben lang als Universalgelehrter in der Lutherstadt Wittenberg. Philosophie und Philologie, Physik und Mathematik, Astronomie und Geschichte sowie Naturwissenschaften gehörten zu den Fächern, die er studierte und später, als Professor, auch lehrte. Als Theologe und Mitstreiter Martin Luthers und persönlicher Freund Philipp Melanchthons erlangte er Bedeutung und wurde 1557 zum Professor der Theologie und Prediger an der Schlosskirche zu Wittenberg berufen. Ein Jahr später erfolgte die Berufung zum Stadtpfarrer und Superintendenten des Kurkreises. Ausstellung in Kooperation mit Dekan Hans-Peter Kern, evangelische Gemeinde Kitzingen, dem Forschungsarchiv Gotha, dem Landeskirchlichen Archiv Nürnberg, dem Melanchthonhaus Bretten, u.v.a. (November 2011) 

15.          „Teklam namque luxta fluvium Moin collocavit, ut in illis locis quasi lucerna in caliginoso luceret loco, id est Chizzingun“– Thekla, eine Leuchte in Franken – 85 Jahre Freimaurer in Kitzingen,  Kitzingen – eine Kleinstadt im Jahre 1926, etwa 10.000 Menschen leben hier. Nach dem 1. Weltkrieg und einer unruhigen Nachkriegszeit finden sich hier Freimaurer zusammen, um eine neue Loge zu errichten. Der Lichteinbringung 1926 im „Bootshaus“ waren jahrzehntelange Bemühungen vorausgegangen. Das Freimaurerkränz-chen hatte sich schon 1895 „Thekla – eine Leuchte in Franken“ genannt, beteiligt waren seitdem Brüder aus den umliegenden Städten Schweinfurt, Würzburg, Bamberg, und Erlangen. Etliche Kitzinger Männer waren in diesen Jahren dort als Freimaurer aufgenommen wurden, so dass zur Lichteinbringung eine Reihe von ortsansässigen Brüdern zu vermerken war. Sonderausstellung in Kooperation mit Reinhard Feisel, Manuela Burger und den Mitgliedern der Kitzinger Freimaurerloge Thekla. (Dezember 2011 - 30. März 2012)

16.          Kitzinger Kulturkontraste – Sonderausstellung in Kooperation mit Harald Müller Wünsche, dem Würzburger Architekturfotograf und Mark Brooks, dem Kunstfotograf aus Euerfeld. Angesichts der kleinen Gartenschau im Jahr 2011 stellte sich das Städtische Museum Kitzingen auf ein überregionales Publikum ein, welches ergänzend zum ästhetisch-genussvollen Gartenerlebnis auch eine Impression der vergangenen wie der modernen Kultur, Gesellschaft und Architektur Kitzingens erfahren sollte. Der aus Kitzingen stammende, Architekturfotograf Harald Müller Wünsche sowie der in Euerfeld beheimatete Fotograf Mark Brooks, ließen sich gewinnen, zum Internationalen Museumstag im Mai 2011 für das Städtische Museum eine außergewöhnliche Fotoausstellung zu konzipieren, in welcher der Betrachter das Wesen der Kitzinger Stadt und Gesellschaft in ihren Kontrasten und mit ihren Brüchen und Brücken erspüren konnte. (Mai - Juni 2011)

17.          "Knusper, knusper, Knäuschen, wer hat das schönste Häuschen?" – Geschichte und Geschichten rund ums Hexenhaus. Nach dem Start des Ausstellungsprojektes in Volkach im November 2010, kehrte die Ausstellung im Februar 2011 nach Kitzingen zurück. Mit im Gepäck waren unzählige Hexenhäuschen eines Backwettbewerbs. In Kitzingen kam das Thema passend zur 5. Jahreszeit an. Es lag nahe, mit weiteren Kitzinger Museen zu kooperieren, so dem Fastnachtmuseum, dort gab es alemannische Hexenmasken. Aber auch das Conditoreimuseum mit seinem Schatz an Lebkuchenmodeln und das Vogelkundliche Museum mit seinen Hexenbegleitern, den Raben, Krähen Fledermäusen, Kröten und Salamandern waren geeignete Partner. Plötzlich war nichts mehr sicher vor dem Spuk der Kitzinger Hexen! Sonderausstellung in Kooperation mit Christine Bender, Bezirksrätin, Museum Barockscheune Volkach (Herbert Mayer), dem Deutschen Fastnachtmuseum (Hans Driesel, Manfred Ruppert, Daniela Sandner), dem Conditorei Museum Kitzingen (Walter Poganietz), dem Vogelkundlichen Museum im Deusterturm (Robert Endres), dem Papiertheater Kitzingen Helga Kelber und Gabriele Brunsch) u.v.a. Gefördert von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken. Zu dieser Ausstellung ist eine Begleitpublikation erschienen. (27. November 2010 – 30. März 2011)

18.          „Gartenaspekte – Bilder, Texte, Installationen"  Der Gartenbau trug schon seit alten Zeiten wesentlich zum Lebensunterhalt in Kitzingen bei. Früher spielten für die Familien die eigenen Gärten bei der Nahrungsbeschaffung eine viel größere Rolle als heute, denn die komfortablen Versorgungswege, wie wir sie gewöhnt sind, gab es nicht. Dies und vieles andere über Kitzingen war Thema der Sonderausstellung unter Mitwirkung von Kurt Vlasak, Roswitha Vogtmann, Roland Bergmann. (1. Dezember 2009 - 15. Januar 2010)

19.          Die Gärten in der „Fürstl. Brandenburgischen Hauptstadt Kitzingen am Mainstrom zu Francken gelegen“ um 1600. Im Rahmen dieser Ausstellung konnte der Betrachter sich erstmals ein Bild der Lage, der Nutzungsart und des Aussehens sämtlicher im ausgehenden Mittelalter in der Stadt Kitzingen liegenden Gärten verschaffen. Basierend auf der Topographia Kitzingae Codomanni und der gezeichneten Stadtansicht Georg Martins aus dem Jahr 1628 wurde anschaulich die jeweilige Gartensituation rekonstruiert und auch unscheinbare Details erklärt, die sich oftmals als interessante sozialgeschichtliche Hinweise entpuppten. Zudem wurden die mittelalterlichen Gärten mit modernen Fotos der Situation heute illustriert. Das Thema wurde angesichts der bevorstehenden Gartenschau bereits im Jahr 2009 vom Städtischen Museum Kitzingen  angegangen. Sonderausstellung in Kooperation mit Heinz Vetter, Kitzingen. (Januar – Mai 2010)

20.          „Neue-Heimat-Maler in Kitzingen". Ausstellungsschwerpunkt waren die Werke der Künstler Karl Gottwald, Karl Dostal, Erhard Theodor Astler und Bodo Zimmermann, die nach Krieg und Vertreibung im Kitzingen der Fünfziger Jahre eine neue Heimat fanden und sich diese mit ihrer Malerei  erschlossen. Sonderausstellung unter Mitwirkung von Kurt Vlasak, Elisabeth Porzelt, Luise Wiesheu u.v.a. (Januar 2009)

21.          „Skulpturen – Die fränkische Bildhauerfamilie Grimm“. Seit Anfang Juli 2009 eroberten schrittweise Skulpturen und Freiplastiken der unterfränkischen Künstlerfamilie Grimm den Außenbereich des Museums, den Landwehrplatz. Die Resonanz der Kitzinger Bevölkerung war positiv. Seitdem drei strenge Wächtergestalten von Willi Grimm und ein moderner „Richtungswechsel“ von Kurt Grimm den Platz behaupteten, ließen sich viel häufiger Besucher beobachten, die sich auf die Bänke setzten und sich gegenseitig mit den schweigenden Gestalten fotografierten. Der Landwehrplatz wurde zu einer Kitzinger Selfie-Zone. Die Skulpturen fungierten als Wegweiser in das Städtische Museum. Dort war ab dem 4. Oktober die eigentliche Ausstellung in einem großen Gesamtüberblick über das Werk dieser unterfränkischen Künstlerfamilie im Gebäude des Städtischen Museum Kitzingen zu sehen. (Im Außenbereich: ab Juli 2009; in den Ausstellungsräumen: 4. Oktober 2009 – 15. Januar 2010)

22.          „Berta Kaiser – eine deutsche Impressionistin aus Kitzingen", Berta Kaiser wurde am 25. August 1875 in Kitzingen geboren. Sie studierte seit 1902 an der Akademie des Künstlerinnen-Vereins München bei Angelo Jank und Heinrich Knirr, daraufhin widmete sie sich der Landschaftsmalerei bei Hans v. Hayek in München/Dachau und wandte sich zudem in Feldwies am Chiemsee bei Julius Exter der Freilicht-Aktmalerei zu. Ihre Werke finden sich unter anderem im Kulturspeicher, Würzburg, im Lenbachhaus, München und im Stadtmuseum München. Auch das Städtische Museum Kitzingen besitzt eine stattliche Sammlung ihrer Gemälde. Sonderausstellung in Kooperation mit Liane Thau M.A. unter Mitwirkung von Dr. Marlene Lauter, Kulturspeicher Würzburg, Josef Brennfleck Sulzfeld, Anneliese Kleinschroth, Elisabeth Porzelt, Kathleen Regan-Kaufhold, Erika Schumann u.v.a. (Mai 2009)

23.          „Schwarz-Weiß – Moderne Antworten auf Kunsthandwerk und Geschichte". Eine Schwarz–Weißsicht  lässt Zwischentöne und Feinheiten nicht zu. Diese Weise der Betrachtung übersieht, gibt neuen Erfahrungen und Entdeckungen keinen Raum. Die Besucher des Städtischen Museums Kitzingen konnten während der Ausstellungsdauer Dinge entdecken, die die gewohnte Sicht auf das Museale und die Museumsexponate irritierten. Seien es Hemden, die an einer Wäscheleine hingen, ein Kinderwagen, abgestellt, dort wo es doch eigentlich um Kitzinger Klöster geht, oder Türen an Stellen, wo es nicht weitergeht. Es war ein Kontrastprogramm, Schwarz – Weiß. Blieben die Feinheiten auch hier wieder auf der Strecke? Ließ es es sich, einmal das Kontrastprinzip erkannt, nur mit eh schon allzu Bekanntem rechnend, mit geschlossenen Augen durch die Museumsräume schlendern?Projekt in Kooperation mit dem Armin Knab Gymnasium Kitzingen, Projektidee: Alfons von Truchseß-Bruckner. (September 2009)

24.          „Johann Rudolph Glauber – vom Barbier zum Alchemisten“, Die Ausstellung präsentierte einen Teil der 30 von Johann Rudolph Glauber verfassten Bücher und Originalurkunden aus der Zeit und dem Umfeld des Alchemisten. Die Exponate, Originalurkunden und Bücher der Ausstellung wurden aus Kopenhagen (Königlich Dänische Nationalbibliothek), Dresden (Nationalbibliothek), Karlstadt (Stadtmuseum), Würzburg (Bayerisches Staatsarchiv), Kassel und Gießen (Universität), dem Bergbaumuseum Goldkronach, sowie von privaten Kitzinger Leihgebern eingeworben. Der Betrachter erhielt einen Einblick in Glaubers Labor und in seine Rohstoffsammlung. Auch mehrere von Glauber entwickelte Verfahrenstechniken wurden für die Ausstellung rekonstruiert. Ein weiteres Schwerpunktthema der Ausstellung war Glaubers Wirken in Kitzingen. 1652-1654 hatte er sein Labor im Schlösschen am Vogelsberg und ein Wohnhaus in der Fischergasse. Die Geschichte der Wiederentdeckung und Lokalisierung dieses Wohnhauses war zugleich Ausgangspunkt für neue Forschungen. Sonderausstellung in Kooperation mit Prof. Dr. Helmut Gebelein, Dr. Rainer Werthmann, Pater Dr. Franziskus Büll OSB Münsterschwarzach, Peter Ley, Frh. Wolfgang von Tautphoeus, Dr. Christiane Gerstner, Dr. Harald Knobling, Alfons von Truchseß-Bruckner. Zu dieser Ausstellung ist eine Begleitpublikation erschienen. (Mai 2008)

25.           „Kindheit in Kitzingen während des WKII und der Wirtschaftswunderjahre", Die Ausstellung zeigte allgemeine Aspekte des Kindseins und der Kindheit zwischen Familie und Arbeitsalltag: Familie, Kinderbewahranstalt, Schule und Kirche. Kitzinger Zeitzeugen erzählten aus ihrem Leben und stellten bemerkenswerte Exponate für eine Ausstellung zur Verfügung: Sonderausstellung in Kooperation mit Kitzinger Zeitzeugen, darunter: Karl Will, Karin Böhm, Georg Busch, Heinz Vetter, Elisabeth Porzelt, Margot Junker, Hans Selig, Harald Müller-Wünsche, Peter Ley, Simone Bardon u.a.. (Mai 2007)

26.          „Mühlberg, Löwe und Himmelsleiter“ – Traditionsgaststätten in Kitzingen. Ausstellung in Ergänzung der Wanderausstellung „Schafkopf und Musikbox Einblicke in unterfränkische Dorfwirtshäuser“ des Bezirks Unterfranken. Stilecht präsentierte sich ein Dorfwirtshaus der 1950er Jahre mit Tresen und Wandervertäfelung, Kicker und Musikbox. Die Ausstellung gewann ihren Reiz durch die Details, die in ganz Unterfranken zusammengetragen worden waren: Historische Biergläser, Urkunden örtlicher Vereine oder Tütchen für Erfrischungstücher im 1950er-Jahre-Look. Die Besucher konnten sich mitten in der Ausstellung an einen Tisch setzen, in den als Speisekarten gestalteten Textbüchern blättern und zahlreiche historische Fotos bestaunen. Die Ausstellung wurde von Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel durch den Anstich eines Bierfasses der Markstefter Brauerei Kesselring eröffnet. (November - Dezember 2007)

27.          „Die Faszination des Fremden in einer Stadt der Schiffsfahrer und Kaufleute“. Bei den alten Kitzinger Weinhändler- und Firmengründerfamilien haben sich im Lauf der letzten Jahrhunderte wertvolle Objekte eines weltkulturellen Austauschs angesammelt. Reisen, wie die Weltreise von Christian Friedrich von Deuster im Jahre 1895 oder die direkten Beziehungen Kitzingens zu dem international bekannten Japanforscher Philipp Franz von Siebold taten ein Übriges, die Welt nach Kitzingen zu holen. Ziel der Ausstellung war es die Einflüsse außereuropäischer Kulturen in der alten Handelsstadt Kitzingen darzustellen. Sonderausstellung des Städtischen Museums Kitzingen in Kooperation mit Wolfgang Klein-Langner und dem Sieboldmuseum Würzburg, Otto und Monica von Deuster, Burgpreppach, u.v.a. (Mai 2005).

28.          Kitzingen 60 Jahre nach dem 23. Februar 1945. Sonderausstellung in Kooperation mit dem Stadtarchiv Kitzingen. Am 23. Februar 1945 griff die 8. Amerikanische Luftflotte das unterfränkische Landstädtchen Kitzingen an. Der Tag ist vielen Kitzingern im Gedächtnis geblieben. Die Zerstörungen sind zum Teil heute noch im Stadtbild spürbar. Aus diesem Anlaß zeigten Städtisches Museum Kitzingen und das Stadtarchiv Kitzingen im Jahr 2005 in Kooperation eine Bilderausstellung über diesen schwarzen Tag der Kitzinger Stadtgeschichte. Die Bilder waren von Privatpersonen kurz nach dem Angriff aufgenommen worden und dokumentierten eindrucksvoll die Zerstörungen an vielen Stellen der Stadt. Die Ausstellung wurde von mehreren tausend Besuchern gesehen, es fanden rege Diskussionen statt. Vor allem knüpften, angeregt durch die Bilder, mehrere Zeitzeugen Kontakte zu Stadtmuseum und Stadtarchiv. (Februar 2005)

29.          Die Geschichte der Etwashäuser Kirchweih. Ein Kooperationsprojekt  des Stadtmuseums Kitzingen mit dem Stadtarchiv Kitzingen und der Etwashäuser Burschenschaft. Die Kreuzkapelle wurde am 17. Oktober 1745 eingeweiht, und zwar, wie es heißt, so aufwendig „dergleihen dieser Ort niemalen gesehen.“ So nahm auch der damalige Würzburger Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn persönlich mit seinem Hofstaat an der Zeremonie teil. Mit der Wahl des Weihe-Datums bezog man sich auf das 1000 Jährige Jubiläum der Gründung des Kitzinger Benediktinerinnenklosters durch die sagenhafte Hadeloga, welches in Kitzingen im Jahr 1745 begangen wurde. Die Etwashäuser Kirchweih nimmt darauf bis heute Bezug. (Oktober 2004)

30.          „Traditionelles Erbe wird lebendig – Gefäße aus siebentausend Jahren in Kitzingen“. Die Ausstellung sollte aufzeigen, welche Schätze sich im Depot des 1895 gegründeten Stadtmuseums verbergen. Der Bogen spannte sich inhaltlich von neolithischen Gefäßen bis hin zu  den beliebten „Saufgeschirren“ wie Bier- und Weinkrügen der Biedermeier Zeit. Die Ausstellung war ein Begleitprodukt der im Zeitraum der Auslagerung durchgeführten Inventarisierung des Museumsbestandes. Es sollte das Motto des Internationalen Museumstages: „Traditionelles Erbe wird lebendig“ in für Kitzingen spezifischer Weise umgesetzt werden. Was lag näher, als zu versuchen, sich eingehender mit dem in Kitzingen vorhandenen Kulturgut an Ess- und Trinkgefäßen zu befassen – zumal sich dies auch in der Inszenierung mit einer Weinprobe verbinden ließ?  (Juli 2004)

 

 

Begleitprojekte zu Ausstellungen und Themen des Städtischen Museums Kitzingen

 (Auswahl)

 

1.            „Der Kitzinger Schmerzensmann“ - Entdeckung und Echtheitsnachweis eines bisher unbekannten Gemäldes aus der Werkstatt Lukas Cranach d. J. in den Beständen des Städtischen Museums Kitzingen. Das Gemälde war der Museumsleitung 2002 in den Beständen des Kitzinger Stadtmuseums aufgefallen. Nachdem es erstmals im Rahmen der Reformationsausstellung im November 2017 der Kitzinger Öffentlichkeit als möglicher Cranach präsentiert worden war, wurde es am Mittwoch, den 27.12. 2017 in Kooperation mit Prof. Dr. Frank Falkenstein (1. Vorstand des Fördervereins Städtisches Museum Kitzingen e.V.) in das Dendrolabor Thierhaupten, Landesstelle für Denkmalpflege transportiert. Es wurde vom Leiter des Labors, dem Dendrochronologen Franz Herzig und Hanna Emberger, einer Spezialistin aus Karlsruhe, beprobt. Ziel der Untersuchung war es festzustellen, ob das Holz des Bildträgers tatsächlich aus der Schaffensperiode der Künstlerfamilie Cranach stammt. Es stellte sich heraus, dass die Herstellung der Tafel in das letzte Drittel des 16. Jahrhunderts zu datieren ist. Um dieses Datum zu verifizieren, wurden Gegenproben genommen und in das 14C-Labor des Klaus-Tschira-Archäometrie-Zentrums in Mannheim geschickt. Dort wurden von Herrn Dr. Ronny Friedrich die in Thierhaupten ermittelten Dendrodaten durch die Radiocarbeonmethode bestätigt. Die Datierung des Lindenholz-Malgrundes fällt in die Hauptschaffensphase von  Lucas Cranach d. Jüngeren. Dieser wurde 1515 in Wittenberg geboren, 1537 übernahm er die geschäftlichen Aktivitäten in der Werkstatt des Vaters. Mit den Analysen im Jahr 2018 kann Lucas Cranach dem Jüngeren ein weiteres Gemälde zugeordnet werden – Der Kitzinger Schmerzensmann.

2.            Einweihungsfeier zur Setzung einer Stele mit Bronzetafel im Kitzinger Ortsteil Sickershausen im Nachgang der Ausstellung „200 Jahre BIG DATA“, in Erinnerung an den Forscherkreis um Nees von Esenbeck. Am 18.5.2017 wurde am Ortseingang von Sickershausen eine Granitstele mit Bronzetafel gesetzt, die über die Geschichte des Forscherkreises von Sickershausen und deren wichtige Entdeckung vor 200 Jahren erinnert. Die Setzung der Stele wurde unter dem Eindruck der Kitzinger Ausstellung „200 Jahre BIG DATA...“ von der Kitzinger Ortsvorsteherin Anni Schlötter initiiert, in Kooperation mit Pfarrer Simon Gahr, H. Albrecht Hack, Stiftungsvorstands-Vorsitzender, Rouven Lewandowski, Stiftungsvorstand der Genossenschaftsstiftung Raiffeisen am Schwanberg und Reinhard Feisel Dipl. Forstwirt. (18.05.2018)

3.            Filmprogramm ergänzend zur Sahara-Ausstellung. Im Jahr 2016 bot das Stadtmuseum Kitzingen im ehemaligen Roxy-Kino, einem kleinen Programmkino Kitzingens, vier Kinofilme zum Thema Sahara an. Dieses Kino ist offiziell seit zehn Jahren geschlossen. Auf Initiative des Stadtmuseums in Kooperation mit dem neu gegründeten Förderverein Roxy-Kino e.V. wurde die vorhandene aber veraltete Film-Technik kurzfristig durch einen Beamer ersetzt. An vier Sonntagen konnten dann – unter beachtlichen Auflagen des Brandschutzes - die Filme „Himmel über der Wüste“, „Timbuktu“, die Dokumentation „Frauenkarawane“ und „Die Piroge“ gezeigt werden. (2016 ganzjährig)

4.            Ein Bocksbeutel für Falaise - Bocksbeutel aus dem Zerstörungsschutt des Bomben-angriffs auf Kitzingen aus dem Jahr 1945 Leihgabe: Städtisches Museum Kitzingen an das Memorial von Falaise; Das Objekt bezeugt einen Luftangriff am 23. Februar 1945, der Teile der Stadt Kitzingen schwer zerstörte und dem zahlreiche Menschen zum Opfer gefallen waren. Der Bocksbeutel befand sich mit zwei weiteren in den Altbeständen des Kitzinger Stadtmuseums. Das Memorial von Falaise wurde am 8. Mai 2016 eröffnet. Der von Frankreich als Dauerleihgabe gewünschte Alltagsgegenstand aus Franken sollte keinen Verkehrswert haben, aber vom Leiden der Zivilbevölkerung im 2. Weltkrieg zeugen. Da Unterfranken für seinen Wein in aller Welt bekannt ist und der Bocksbeutel das Symbol hierfür darstellt, wurde von Seiten des Kitzinger Stadtmuseums dieses Objekt angeboten, und durch den Bezirkstagspräsidenten Dr. Erwin Dotzel in Falaise übergeben. (8. Mai 2016)

5.            Eröffnung des Siebold- und Philosophengartens des Städtischen Museums Kitzingen im Gartenschaugelände der Stadt Kitzingen durch den japanischen Generalkonsul Akira Mitzutani. Der Würzburger Arzt und Naturforscher Philipp Franz von Siebold zählt zu den berühmten Japanreisenden des 19. Jahrhunderts. Er bereicherte nicht nur die botanische Forschung um sein Werk „Flora Japonica“, sondern prägte für lange Zeit das Japanbild in Deutschland. 2004 wurde die Museumsleitung von Herrn Wolfgang Klein-Langner, 1. Vorstand der Sieboldgesellschaft, auf einen Brief Philipp Franz von Siebolds aufmerksam gemacht, in dem dieser seinen Kitzinger Onkel Joachim Albert Lotz um Geldmittel für eine Japanreise bat. Hierdurch konnte erstmals eine historische Verbindung zwischen dem Japanreisenden Siebold und der Stadt Kitzingen aufgezeigt werden. Im Rahmen der Kleinen Gartenschau 2011 konzipierte das Städtische Museum daraufhin einen „Siedboldgarten“, der bis heute besteht und dem Stadtmuseum als Veranstaltungsort dient. Anlage eines 900 qm großen Museumsgartens in Kooperation mit Dr. Moritz Kinzel, Franz Böhm, Umweltreferat der Stadt Kitzingen, Johannes Lindner, Stadtgärtnerei Kitzingen, Wolfgang Klein-Langner, Sieboldmuseum Würzburg, der Gärtnerei Wilhelm und Otto Strassberger, Kurt Vlasak, dem Künstler Gerhard Nerowski, sowie unter Mitwirkung von Reinhard Feisel, Mark Brooks, Dr. Volker von Hoyningen-Huene, Thomas Schneider, Agnes Schneider, Lisa-Marie Schneider, Anna Mebs, Harald Müller-Wünsche u.v.a.. Das Projekt wurde gefördert von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken u.v.a. (24. Juli 2011, der Garten besteht bis heute)

6.            Das Fukushima-Mahnmal. Eine Installation des Städtischen Museums Kitzingen zur Erinnerung an die Nuklearkatastrophe von Fukushima, die sich am 11. März 2011 im Zusammenhang mit dem Tohoku-Erdbeben ereignete. Installation im „Sieboldgarten“ in Kooperation des Städtischen Museums Kitzingen mit dem Umweltreferat, der Stadtgärtnerei und dem Japanischen Freundeskreis Kitzingen. (April 2011)

7.            Der weiße Kranich, eine Holzskulptur geschaffen für den Kitzinger Sieboldgarten von Gerd Nerowski. Am 11. März 2011 – während der Vorbereitungen zur Kitzinger kleinen Landesgartenschau und Anlage des Kitzinger Sieboldgartens - ereignete sich das Tohoku-Erdbeben. Das Epizentrum lag vor der Küste der Präfektur Miyagi etwa 370 Kilometer nordöstlich von Tokio und 130 km östlich von Sendai. Bis zum 27. Juni 2011 meldete die Polizei 15.505 Tote, 5.386 Personen wurden verletzt. Weiterhin gelten 7.305 Personen als vermisst. Der weiße Kranich, ursprünglich ein japanisches Glücks- und Friedensymbol hat sich zum Zeichen der Anteilnahme und Trauer um die Opfer des Erdbebens sowie der Reaktorkatastrophe entwickelt. (April 2011)

8.            Audioguide-Projekt zur Johann Rudolph Glauberausstellung des Städtischen Museums Kitzingen. Wussten Sie, dass Johann Rudolph Glauber die eigene Fleckfiebererkrankung mit dem Heilwasser der Quelle Bad Sauerbrunn behandelte und dadurch das Glaubersalz (Sal mirabile Glauberi) entdeckte? Oder wussten Sie, dass der aus dem fränkischen Karlstadt stammende Glauber mindestens zehnmal seinen Lebens- und Arbeitsort wechselte, die meiste Zeit seines Lebens aber in Amsterdam verbrachte? Wussten Sie, dass Glauber für seine Versuche, die goldmachende Tinktur aus goldfreien Ausgangsstoffen zu erzeugen, besonders rote Mineralien wie Granat oder Jaspis verwendete? Zusammen mit den Konzipienten Prof. Dr. Gebelein, Universität Gießen, und Dr. Rainer Werthmann, Kassel, und Dr. Christiane Gerstner, Chemielehrerin am Armin Knab Gymnasium Kitzingen, erarbeiteten die Teilnehmer des P-Seminars des Armin Knab Gymnasiums Aspekte aus Johann Rudolph Glaubers Leben für einen Audio-Guide, der den Museumsbesucher durch die 2008 entstandene Johann Rudolph Glauberausstellung des Kitzinger Stadtmuseums führen sollte. (Januar 2011)

9.            Neukonzeption der permanenten Ausstellung des Städtischen Museums Kitzingen. Das Städtische Museum Kitzingen gilt als eines der ältesten Kommunalmuseen Frankens. Es wurde 1895 durch den Kitzinger Stadtrat gegründet und befand sich zunächst in zwei Räumen des Kitzinger Rathauses. Im Jahr 1964 zog der Museumsbestand in das aus dem 19. Jahrhundert stammende, ehemalige Ökonomie-, später Museums- und Archivgebäude in der Landwehrstrasse 23 ein. Zu dieser Zeit befanden sich die Ausstellungsräume im ersten Obergeschoss, der Bestand aber verteilte sich über das gesamte Gebäude bis in die Räume des Stadtarchivs, das sich im Untergeschoss befand. So, wie es keine Trennung zwischen Ausstellung und Depot gab, war auch die Trennung des Museums vom Stadtarchiv nicht vollzogen. Das änderte sich mit dem Beginn von Umbau und Neukonzeption im Jahr 2004, als die damalige kommissarische Leiterin des Stadtarchivs und des Museums, Doris Badel M.A., die Museumsleitung auf mich übertrug. Von da an wurden von Seiten der Stadtverwaltung zwei eigene Sachgebiete für beide Institutionen eingerichtet. Im April 2007 wurde das Städtische Museum Kitzingen nach umfangreichen baulichen Sanierungsarbeiten sowie einer vollständigen Neukonzeption der Ausstellungsräume wieder eröffnet. Neukonzeption in Kooperation mit dem Stadtarchiv Kitzingen, sowie Prof. Dr. Klaus Arnold, Dr. Martin Riegel u.v.a. (2004 - 2007)

10.          Einrichtung eines Archäologischen Übersichtsraumes im Städtischen Museum Kitzingen zur Siedlungsgeschichte des Landkreises, in Kooperation mit Dr. Markus Ullrich, BlfD, Dr. Michael Hoppe, BLfD. Gefördert von der EU-Stiftung Leader +. (Februar 2007)

11.          Entwicklung und Realisierung eines Siedlungsarchäologischen Geländemodells Kitzinger Land, gefördert mit EU-Mitteln über Leader+. In Kooperation mit Dr. Markus Ullrich, BlfD, Dr. Michael Hoppe, BLfD. Technisches Realisierungskonzept: Josef Seltsam. Entwurf, Digitale Umsetzung: Matthias Volkamer. Technik, Verkabelung: Jochen Schlag u. v. a. Gefördert von der EU-Stiftung Leader+. (Februar 2005 - April 2007)

12.          Es war kein Zeppelin über Kitzingen! Tatjana Gräfin Dönhoff und Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin rücken ein Detail der Kitzinger Geschichte zurecht: Der Themenabend hieß „100 Jahre Zeppelin über Kitzingen“ Zur Freude eines kleinen Teilnehmerzirkels hatte neben Tatjana Gräfin Dönhoff, Großnichte der Zeitherausgeberin und einflussreichsten Journalistin der Bundesrepublik, Marion Gräfin Dönhoff, auch Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin, Urenkel des Luftschiff-Erfinders Ferdinand Graf von Zeppelin, als Ehrengast die Einladung des Städtischen Museums Kitzingen zur Teilnahme an diesem Projekt wahrgenommen. Anlass der Veranstaltung war die Tatsache, dass sich vor genau 100 Jahren ein Luftschiff über Kitzingen befunden hat, damals von der Öffentlichkeit und in der Presse enthusiastisch gefeiert und bejubelt!

13.          Haare, teuerer als Gold – Das Handwerkszeug des Künstlers! Über die Geheimnisse der Pinselmacherei. Themenabend in Kooperation mit Hermann Meyer, Geschäftsführer der Da Vinci Künstlerpinselfabrik Nürnberg. Thema war die traditionelle Pinselherstellung und ihre Verwendung. Es gibt einige Geheimnisse in der Pinselmacherkunst, eines davon ist die Farbaufnahmefähigkeit. Dieses Qualitätsmerkmal ist unabdingbar für ein flüssiges Malen und daher gerade in der Aquarellkunst sehr geschätzt. In bisher weltweit unerreichter Qualität sind die in Nürnberg hergestellten Rotmarderpinsel. Anhand von eindrucksvollen Bildern zeigte der Fachmann Herrmann Meyer, wie die traditionelle Pinselherstellung von Statten geht. (20. Juni 2009)

14.          Einwerbung der Rüdenhäuser Schlossapotheke für das Städtische Museum Kitzingen. Am 27. Juli 2004 verkaufte der Apotheker Hermann Papsthardt die Rüdenhäuser Schlossapotheke an das Städtische Museum Kitzingen. Hierbei dürfte es sich um eine der letzten noch vollständig erhaltenen und ausgestatteten Landapotheken Frankens gehandelt haben. 1696 gegründet, bestand sie aus dem Verkaufsraum, der sogenannten Offizin, einem gut ausgestatteten Materialraum, einem Labor und einem voll bestückten Apothekenkeller. Die erhaltene Apothekeneinrichtung stammte aus der Zeit um 1720. Erwerb und Restaurierung in Kooperation mit Prof. Dr. Klaus Arnold, damaliger Vorstand des Vereins der Freunde und Förderer des Städtischen Museums Kitzingen und dem Münchner Restaurator Johannes M. Baur.

15.          Objekte des Jahres 2007: Zwei neolithische Jadebeile vom Schwanberg. Beide Beile und eine Nephrit-Gesteinsprobe aus Kleinlangheim wurden von Kitzingen aus am 17.10.07 in das Landesmuseum von Mainz gebracht. Dort wurden die Objekte unseres Museums von Herrn Dr. Lutz Klassen vom Moesgard Museum, Hojbjerg (Dänemark) übernommen und am 27.-29.09.07 im Rahmen des Projektes „Jade“ des Agence Nationale des Recherche (ANR) in Paris in der Feldstation des Centre National de la Recherche Scientifi que (CNRS) Besancon in F-39130 Le Frasnois im Rahmen einer zerstörungsfreien Reflexionsspektroskopie untersucht. Es konnte festgellt werden, dass beide Beile in der Jungsteinzeit wohl aus Italien importiert worden waren.

16.          Der sogenannte Moll-Bunker - Die Translozierung eines Baudenkmales. Am 28.01.2005 wurde von mir um Aufhebung des Denkmalschutzes und um Genehmigung zur Translozierung des unter Denkmalschutz stehenden, sogenannten „Ein-MannBunkers“ im Kitzinger Stadtgebiet „Hammerstiel“ bei der Denkmalschutzbehörde nachgefragt. Dieser Splitterschutzbunker sollte durch eine endgültige Aufstellung in der neuen Dauerausstellung des Städtischen Museums Kitzingen langfristig in einen wissenschaftlichen Kontext eingebunden werden. Die Umlagerung und vorläufige Zwischenlagerung bis zur Aufstellung im neuen Museum, im Jahr 2007, wurde durch geschultes Personal des Städtischen Bauhofs Kitzingen vorgenommen.

Tagungen

 

1.            „Gegenwart sammeln und ausstellen“ - Fortbildungsveranstaltung/Tagung im Städtischen Museum Kitzingen in Kooperation mit der Bayerischen Museumsakademie München und dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege München, sowie der Professur für Museologie Würzburg. Ziel der Tagung war es, innerhalb von Fachvorträgen und drei World-Café-Stationen zu erarbeiten, inwieweit die Gegenwart in den kulturhistorischen Museen Bayerns thematisch Berücksichtigung findet, bzw. finden sollte. Ausgangspunkt war die aktuelle Beobachtung, dass Ausstellungen, Veranstaltungen und Sonderpräsentationen zur deutschen Geschichte in vielen kulturhistorischen Museen Bayerns inhaltlich spätestens mit dem Jahr 1945 enden. So war es eine zentrale Erkenntnis der Tagung, dass Heimatmuseen, die sich den Herausforderungen, sowie kulturellen und künstlerischen Phänomenen der Gegenwartskultur öffnen, eine besonders geeignete, von politischen und konfessionellen Schwellen freie, Kommunikationsplattform bieten, um einen Beitrag zur Entmythologisierung des Heimatbegriffes zu leisten. Das Museum Kitzingen gilt in Fachkreisen als Vorreiter für diese moderne, gegenwartsbezogene Position, wie sich bereits auf der Frühjahrstagung der Museumsakademie 2016 in München gezeigt hatte. Daher war es 2017 als Tagungsort für die aktuelle Fortbildungsveranstaltung zur Gegenwartskultur ausgewählt worden. (3. April 2017)

2.            „Archäologische Netzwerke“ - 27. Unterfränkischer Museumstag im Städtischen Museum Kitzingen, Tagung mit Exkursion (zweitägig) im Städtischen Museum Kitzingen in Kooperation mit Vertretern der Regierung und des Bezirks Unterfranken, Dr. Erwin Dotzel, Dr. Paul Beinhofer, Prof. Dr. Reder, Dr. Peter Ditze, weiterhin mit Prof. Dr. Frank Falkenstein, Lehrst. f. VFG-Archäologie der Uni Würzburg, Prof. Dr. Guido Fackler, Professur für Museologie an der Universität Würzburg, Dr. Michael Hoppe, BLfD, Dr. Albrecht Gribl, Landesstelle f. nichtstaatl. Museen, München, u.v.a.; (12. Oktober 2011)

3.             Archäologie-Herbst mit Vorträgen, Werner Gimperlein, Mark Brooks, Karl Schneider, Hans Koppelt, Peter Schöderlein, Markus Gebert, Erhard Greulich, Reinhold Hüßner, Wolfgang Döring, Inge Thomaier, Jürgen Haerth, Harald Delbrügge, Wolfgang Lauck, Norbert Bischof, Lisa-Marie Schneider, Stefan Preller, Barbara Daub, Julia Daub, Dipl. Ing. Frank Bier M.A., Dr. Moritz Kinzel M.A., Gudrun Etienne, Valentin Schreiber u.v.a. (Oktober 2009)

4.            Zweites Johann Rudolph Glauber Symposium, unter Mitwirkung von Dr. Rainer Werthmann, Prof. Dr. Helmut Gebelein, Justus-Liebig-Universität Gießen, Dr. Claudia Schweitzer, Musikhochschule Leipzig, Anette Potempa TU Schweinfurt/Würzburg. (17. Oktober 2009)

5.            Erlebniswoche zur Archäologie im Landkreis Kitzingen. Erlebnisangebote für Kinder sowie Exkursionen und Vorträge zu den Ergebnissen des Archäologischen Netzwerks Kitzinger Land in den Jahren 2005 - 2008 im Städtischen Museum Kitzingen, dem archäologische Museum in der alten Schule Segnitz (heute Segeum), Malerwinkelhaus Marktbreit, Archäologische Sammlung Buchbrunn im Rathaus, Großlangheim, Mainbernheim. (Oktober 2008)

6.            Die Kitzinger „Knoff-Hoff-Show“ - Fachsymposium zur Johann Rudolph Glauber Ausstellung im Städtischen Museum Kitzingen und der Synagoge Kitzingen. Anlass der feierlichen Veranstaltung war die Möglichkeit zur Fortsetzung des Johann Rudolph Glauber Forschungsprojektes aufgrund einer großzügigen Förderung durch die Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken. Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel stellte in seinem Grußwort die Bedeutung Glaubers für die Region Unterfranken vor. Nach einem anschaulichen und gut recherchierten Streifzug durch Glaubers Leben und Wirken verlieh der Bezirkstagspräsident seiner Freude über die laufenden Forschungen erkennbaren Ausdruck, indem er das in Kitzingen seit 2006 aufgenommene Glauber-Projekt als das wichtigste bezeichnete, „das zur Zeit von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken gefördert wird“!  Auch lobte der Bezirkstagspräsident die vielfältigen didaktischen Möglichkeiten, welche das Projekt hinsichtlich der Vermittlung im Sinne des gemeinsamen Bildungsauftrages bereithalte, was sich auch an diesem Tag wieder an der bereitgestellten Versuchsanordnung Prof. Dr. Gebeleins zeige. Wohlwollend bezeichnet er die Installation als Kitzinger „Knoff-Hoff-Show“. Tagung in Kooperation mit Prof. Dr. Helmut Gebelein, Gießen, Dr. Rainer Werthmann, Kassel, Dr. Claudia Schweitzer, Leipzig, Martin Schwab und Dr. Christiane Gerstner, Armin Knab Gymnasium Kitzingen. (August 2008)

7.            Johann Rudolph Glauber Projekttag im Armin Knab Gymnasium, unter Beteiligung der 7., 8. und 10. Klassen in den Bereichen Kunst, Geschichte und Chemie, in Kooperation mit Prof. Dr. Helmut Gebelein, Dr. Rainer Werthmann, Dr. Christiane Gerstner, Peter Ley, Margit Hofmann, Martin Schwab, Dr. Ekkehard Schreiter, Dr. Harald Knobling, Alfons von Truchseß-Bruckner, organisiert vom Team des Städtischen Museums Kitzingen. (April 2008)

 

 

Seminare, Arbeitsgruppen und Workshops

 (Auswahl)

1.            „Hello America – Goodbye Kitzingen“ Workshop im Rahmen des P.E.A.C.E. Projekts in Kooperation mit der Museologin Ricarda A. Truchseß. Im Rahmen des Peace – Projekts des Stadtmuseums Kitzingen startete 2017 der Workshop „Hello America – Goodbye Kitzingen“ zur Geschichte Kitzingens als Garnisonsstadt von 1945 bis 2006, eine Zeit zwischen Besatzung, Wein-Idylle, Wiederaufbau und „Kaltem Krieg“ bis zum Abzug der Militärstreitkräfte. (2017 ganzjährig)

2.            Arbeitsgruppe Philosophie und Geschichte: „Die Denkinsel“ in Kooperation mit Thomas J. Schneider. In Nachfolge des Philosophischen Arbeitskreises startete ab September 2013 der neue (laien-) philosophische Gesprächskreis „Die Denkinsel“ unter Leitung des Philosophen Thomas J. Schneider aus Willanzheim. Mit der Denkinsel wurde unter dem Dach des Städtischen Museums ein Forum geschaffen, das offen war und zum Gespräch einlud. In ihm wurde die Förderung eines gegenwartsorientierten Philosophierens über regionale, nationale und internationale Kulturen und Grenzen hinweg ermöglicht. Vorbild für die Denkinsel war das von dem französischen Populärphilosophen Marc Sautet (1947– 1998) im Jahre 1992 in Paris begründete Café Philosophique. (seit 2013)

3.            Regelmäßige Feldbegehungen des Archäologischen Netzwerks Kitzinger Land im Umkreis des Bullenheimer Berges unter Leitung von Stephanie Falkenstein. Die Untersuchungen im Umfeld des Bullenheimer Berges hatten zum Ziel, die Stellung und Einbettung der bronze- und urnenfelderzeitlichen Höhensiedlung in ihren verschiedenen Belegungsphasen in das Siedlungsgefüge der Kleinregion herauszustellen. Die Geländebegehungen verfolgten zwei taktische Ziele: Zum einen sollten durch die systematische Begehung der Ackerflächen in siedlungsgünstigen Zonen neue Fundplätze entdeckt werden. Zum anderen sollten durch die intensive Begehung von bereits bekannten Fundplätzen der Bronze- und Urnenfelderzeit und die punktgenaue Einmessung von Funden wie Bodenverfärbungen präzisere Informationen zu deren Ausdehnung, Struktur und Datierung gewonnen werden. Ein methodisches Novum der Feldbegehungen in der Region stellte dabei die systematische Einmessung von Oberflächenfunden und Geländestrukturen mittels GPS-Empfänger dar. Die serienmäßige Datenerhebung von Fundpunkten erlaubte auch eine mikrotopographische Differenzierung von sich überschneidenden Fundstellen unterschiedlicher Zeitstellung innerhalb eines Fundplatzes. (2011 - 2014)

4.            Gründung der Volkskundlichen Arbeitsgruppe im Städtischen Museum Kitzingen, in Kooperation mit Dr. Volker von Hoyningen-Huene, Stefan Schneidmadel, Dagmar Vila-Pierce, Agnes Schneider, Thomas Schneider, Lisa-Marie Schneider,u.v.a.. Im Frühjahr 2010 fand sich erstmals im Städtischen Museum Kitzingen eine volkskundliche Arbeitsgruppe unter Leitung von Stephanie Falkenstein zusammen. Hauptschwerpunkte waren zunächst fränkisches Brauchtum und häusliche Handwerkstechniken wie Klöppeln, Sticken, Stricken und Häkeln. Im Jahr 2011 entwickelte sich dann durch die Teilnahme einer aus Pakistan stammenden  Teilnehmerin neue Ansätze zu einer vergleichenden Volkskunde. Ab 2011 konzentrierte sich die Arbeitsgruppe auf die Arbeit an der Hexenhäuschen-Ausstellung, die als erste gemeinsame Kooperation in vier weiteren Museen gezeigt wurde. auch die Ausstellung „Rumsteherle“ im Jahr 2012 war von der Volkskundegruppe konzipiert worden. Es folgten mehrere Osterausstellungen zusammen mit dem Sammler und Heimatforscher Otto Rau. (2010 - 2018)

5.            Der Besserwisser-Club" - museumspädagogischer Workshop für Grundschüler - Das Museum und seine Bestände kennenlernen durch Zeichnen, Beschreiben und Erzählen. Archäologie, Stadtgeschichte und Kunst waren die Schwerpunktthemen des Besserwisser-Clubs. Und mit viel Kreativität entwickelte die Gruppe, bestehend aus zehn Grundschülern verschiedener Altersstufen eigene Projekte, bestimmte musealen Sachbesitz und lernte auf diese Weise spielerisch auch verschiedene Gestaltungstechniken kennen. Die Treffen fanden in den Jahren 2008 und 2009 immer am ersten Mittwoch im Monat statt. Mit Aluklapphockern und Zeichenmaterial arbeitete die Gruppe unter Leitung von Stephanie Falkenstein im Museum, bei Sommerwetter auch in der Kitzinger Altstadt - auf der Reise in die Vergangenheit und immer auf der Suche nach dem besonderen Detail! 2010 löste sich die Gruppe aus Altersgründen und wegen veränderter Interessen der Schüler auf! (2008, 2009 ganzjährig)

6.            Kunstfabrik: Stilles Leben Das Museum und seine Bestände kennenlernen durch wöchentliche Zeichenübungen unter Anleitung von S. Falkenstein ( Seminar 1: Pädagogik-angebot für Erwachsene; Seminar 2: Pädagogikangebot für Jugendliche). (Februar 2008)

7.                  Kitzinger Zeitzeugen erzählen von ihrer Kindheit während und kurz nach dem zweiten Weltkrieg, Seminar für Senioren im Städtischen Museum Kitzingen unter leitung von S. Falkenstein in Kooperation mit Simone Bardon. (September 2007 - März 2008)

 

8.                  Gründung des Archäologischen Netzwerks Kitzinger Land, ArchNetKL, einer Arbeitsgruppe des Städtischen Museums Kitzingen.  Die Anregung zur Gründung eines Archäologischen Netzwerks erfolgte von Seiten des Regionalmanagements Lokale Aktionsgruppe ZIEL. Die Stadt Kitzingen erklärte sich in einem Stadtratsbeschluss im Herbst 2006 zur Übernahme der Trägerschaft bereit. Die damit verbundene Förderung durch das Programm Leader+ ermöglichte die besondere Ausstattung. In mehreren Treffen der Vertreter archäologischer Sammlungen sowie von erfahrenen Privatsammlern, Feldbegehern und Heimatforschern wurden die Ziele des Netzwerks formuliert. Projektleitung S. Falkenstein, in Kooperation mit Maja Schmidt, Werner Gimperlein, Mark Brooks, Karl Schneider, Hans Koppelt, Peter Schöderlein, Markus Gebert, Erhard Greulich, Reinhold Hüßner, Wolfgang Döring, Inge Thomaier, Jürgen Haerth, Harald Delbrügge, Wolfgang Lauck, Norbert Bischof, Lisa-Marie Schneider, Stefan Preller, Barbara Daub, Julia Daub, Dipl. Ing. Frank Bier M.A., Dr. Moritz Kinzel M.A., Gudrun Etienne, Valentin Schreiber u.v.a., Gefördert von der EU-Stiftung Leader +. (2005 - 2014)

Events und Marketingaktionen

 

 

März 2012 - 2014: Erstes - Drittes Kitzinger "Frühlingserwachen im Sieboldgarten" in Kooperation mit Rolf Wenkheimer, Stefan Schneidmadel, der AWO-Gärtnerei Kitzingen, der Integrationsbeauftragten Astrid Glos, dem Eine Weltladen Kitzingen und der Volkskunde Arbeitsgruppe des Städtischen Museums Kitzingen. Es war alljährlich ein buntes Programm geboten! Angefangen vom Leben im Mittelalter mit Clemens dem Schmied und seinen Schmiedevorführungen über Thorbjörn,den Knochenschnitzer und Geweihverarbeiter aus dem frühen Mittelalter, bis hin zu  mittelalterlichen Kochvorführungen blieben keine Wünsche offen. Für die musikalische Unterhaltung sorgten alljährlich junge Musiker mit experimenteller Musik, die vom Didgeridoo bis zu klassischen Instrumenten reichte. Die Initiativgruppe um die Stadträtin Astrid Gloß, welche sich um die integrativen Gärten gebildet hatte, bot internationale kulinarische „Versucherle“ an

Juni 2012: Sechste Kitzinger Museumsnacht - Junges IMPRO-Theater im Rahmen des Kitzinger Stadtfestes mit Bryan Veres u.v.a. Vor der Kulisse der Kunstausstellung des Künstlers Gerd Nerowski (Königsberg) im Städtischen Museum Kitzingen, bot Bryan Verres und sein junges Theater- und Musikensemble Improtheater und archaische Experimentalmusik. Die jungen Künstler aus Nürnberg und München stammen aus Kitzinger Familien und freuten sich darüber, ihren Einstand in der Heimatstadt zu geben!

Juni 2011: Fünfte Kitzinger Museumsnacht - Geschichtswerkstatt „Frühmittelalter“ im Siebold-garten in Kooperation mit Stefan Schneidmadel, Clemens dem Schmied u.v.a.

Juni 2010: Vierte Kitzinger Museumsnacht – Juggler and Sprayer Convention. Projekt in Zusammenarbeit mit Dan Willis, Würzburg.

Juni 2009: Dritte Kitzinger Museumsnacht mit Klezmer Musik, mittelalterlichem Feuerzauber, mehrstündiger Bühnenshow und Zeltstadt auf dem Landwehrplatz, Klezmerband " A Glesele Wein" mit Joachim Rinderle, Jakobus Kinzel etc. Veranstaltung unter Mitwirkung von Thomas Most, Andreas Moser, Oliver Aumüller, Bettina Georgii-Steinruck, Dan Willis, Stefan Schneidmadel.

Juni 2008: Zweite Kitzinger Museumsnacht mit Bühnen- und Pädagogikprogramm "Zeitstraße", Feuerzauber und dem Geiger vom Stein auf dem Landwehrplatz, Gesamtkonzept in Kooperation mit Thomas Most, Andreas Moser, Oliver Aumüller, Bettina Georgii-Steinruck, Dan Willis u.a..

Juni 2007: Erste Kitzinger Museumsnacht mit Bühnen- und Pädagogikprogramm "Zeitstraße" auf dem Landwehrplatz, Gesamtkonzept in Kooperation mit Thomas Most, Andreas Moser, Oliver Aumüller, Bettina Georgii-Steinruck, Dan Willis, Stefan Schneidmadel, Florian Meierott.

Frühsommer 2005, 2004, 2003: Teilnahme am internationalen Museumstag mit einem jeweils mehrstündigen Bühnenprogramm auf dem Landwehrplatz, in Kooperation mit dem Ensemble der Häckerbühne Kitzingen e.V. sowie der Renaissancetanzgruppe Rotte und Harfe, Würzburg, der „Fränkischen Flanke“ mit Aulus Aumüller u.v.a.

 

Hinzu kommen regelmäßige Frühlings-, Sommer-, Winterkonzerte im Städtischen Museum Kitzingen, darunter eine kleine Märchenoper etc.

Archäologische Maßnahmen (Auswahl)

Der Bullenheimer Berg - Eine bedeutende Höhensiedlung im Fokus, Neue Forschungen, Neue Methoden. Sonderausstellung des ArchNetKL in Kooperation mit dem Lehrstuhl f. VFGA der Universität Würzburg, Realisierung in Kooperation mit Prof. Dr. Frank Falkenstein, Prof. Dr. Heidi Peter Röcher, Dr. Markus Schußmann, Dr. Thomas Link u.v.a. Die Ausstellung wurde im Anschluss gezeigt: Juni - Juli 2012: im Kirchenburgmuseum Mönchsondheim, 22. Oktober 2012 - 2. Februar 2013: Martin von Wagner Museum, Würzburg. Idee, Ausstellungskonzept, Teilbeiträge: Stephanie Falkenstein und ArchNetKL, Leitung des Gesamtprojekts: Prof. Dr. Frank Falkenstein. Das Städtische Museum Kitzingen war seit April 2010 mit dem Archäologischen Netzwerk fachlich eingebunden in das Forschungsprojekt "Bullenheimer Berg", das sich die Dokumentation dieser überregional bedeutenden prähistorischen Höhensiedlung und ihres Umfeldes zur Aufgabe gemacht hatte. Kooperationspartner bei den Geländearbeiten war der Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Würzburg. Gefördert wurde das Gemeinschaftsprojekt Bullenheimer Berg, etwa bei der Realisierung des Airborne Laserscannings, mit Mitteln der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken, des Bezirks Mittelfranken, der Gemeinden Weinparadies, der Sparkassenstiftung, den Landkreisen Mittel- und Unterfranken. Die Ergebnisse der Feldforschungen wurden in einer eigenen Ausstellung 2011, so wie in den Folgejahren im Städtischen Museum Kitzingen thematisiert. (25. September 2010 - 20. November 2011)

Seit April 2010: Durchführung systematischer Feldbegehungen im Radius von 5 km im Umkreis des Bullenheimer Berges, in Kooperation mit dem Lehrstuhl f. VFG-Archäologie der Universität Würzburg, durch das Archäologische Netzwerk Kitzinger Land. Gefördert von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken.

Herbst 2009: Untersuchungen des Kellersystems unter dem neu entdeckten Wohnhaus Johann Rudolph Glaubers in Kitzingen durch die Mitglieder des Archäologischen Netzwerks Kitzinger Land. Im Rahmen des Gesamtprojekts „Johann-Rudolph Glauber“, das seit 2006 vom Städtischen Museum Kitzingen in Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität Gießen und in Kooperation mit Fachleuten aus der chemischen Industrie betrieben wurde, war man generell an Glaubers Lebens- und Schaffensspuren interessiert. So sollte im Rahmen von Kellersondierungen festgehalten werden, welche Hinweise es auf die Existenz des Alchemisten Glauber in Kitzingen noch gibt. Die Untersuchung des wohl einzigen erhaltenen Gebäudes, das Johann Rudolph Glauber während seiner Schaffensphasen genutzt hat, war aus Dokumentationsgründen eine Notwendigkeit. Die Sondierungen, die mit Genehmigung des BLFD Außenstelle Bamberg, erfolgten, sollten vornehmlich der Entnahme und Analyse von Bodenproben sowie der Erkundung des Wege und Verbindungssystems, sowohl innerhalb des Hauses als evtl. auch zwischen dem Gebäude in der Fischergasse 35 und dem Kitzinger Schlösschen am Vogelsberg dienen. Beide Immobilien waren zwischen 1652 und 1654 in Besitz Johann Rudolph Glaubers gewesen. Es ist davon auszugehen, dass das Gebäude in der FG 35 Glaubers Wohnhaus, das Kitzinger Schlösschen aber sein Labor gewesen war! Die Ergebnisse dieser Sondierungen wurden mit Unterstützung der  Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken in einem Sammelband (Johann Rudolph Glauber...) in der Schriftenreihe des Städtischen Museums Kitzingen herausgegeben. Eine Kooperation mit Prof. Dr. Helmut Gebelein, Gießen, Dr. Rainer Werthmann, Kassel, Dipl. Ing. Frank Bier M.A., Dettelbach, Anette Potempa, TU Schweinfurt/Würzburg. Gefördert von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken.

September/Oktober 2008: Erste bauarchäologische Sondierungen in der Fischergasse Kitzingen, dem 2008 wiederentdeckten Wohnhaus Johann Rudolph Glaubers in Kitzingen. Eine Kooperation des Archäologischen Netzwerks Kitzinger Land (Werner Gimperlein, Peter Schöderlein, Markus Gebert, Stephan Preller, Lisa-Marie Schneider u. a.) mit Prof. Dr. Helmut Gebelein, Gießen, Dr. Rainer Werthmann, Kassel, Anette Pottempa, TU Würzburg /Schweinfurt. Gefördert von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken.

Grabungen an der Autobahnanschlussstelle Biebelried im Jahr 2010 durch das Archäologische Netzwerk Kitzinger Land. Mitte Juli 2010 konnte in Zusammenarbeit mit dem BLFD durch das Netzwerk erneut ein frühhallstattzeitlicher Befund vor dem Bagger gerettet werden. Dabei kamen neben zwei Spinnwirteln auch unterschiedlich gut erhaltene Gefäße zutage, eines davon noch nahezu vollständig! Dank der folgenden Unterstützung des BLFD, Außenstelle Bamberg, konnten die freigelegten Gefäße anschließend durch zwei Restauratoren im Block geborgen werden. Eine Kooperation des Archäologischen Netzwerks Kitzinger Land (Werner Gimperlein, Peter Schöderlein, Markus Gebert, Stephan Preller, Lisa-Marie Schneider u. a.)

Untersuchungen am Wasserschloss in Großlangheim. Im Jahr 2009 nutzte das Archäologische Netzwerk die einmalige Chance, als der See am Wasserschloss in Großlangheim aufgrund von, durch das Konjunkturpaket 2 geförderten Bauarbeiten für einige Wochen trocken gelegt wurde, den bei Trockenlegung und Baumaßnahmen entstandenen Aushub zu untersuchen. Unter den Funden waren ein dünnwandiger, mit Wellen und Beerenmustern verzierter Becher aus dem 12. Jahrhundert sowie zwei „Nürnberger Rechenpfennige“ aus dem 16. und ein Messergriff mit ausgeschmückten Metallknauf aus dem 17. Jahrhundert. Weiterhin kamen auch Scherben der ehemaligen Bleiglasfenster zum Vorschein. Diese wurden von Dr. Rainer Werthmann, einem Mitglied des Kitzinger Glauberteams vergleichenden Glasanalysen auf Basis der Röntgenfluoreszenz-Elementanalytik unterzogen. Die gewonnenen Daten wurden zum Zweck der künftigen Bestimmung regionaler mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Gläser in einer Datenbank des Netzwerks in Kooperation mit dem Glauberteam gesammelt. Die Funde verblieben nach Vorlage bei der Außenstelle des BLFD in Schloss Seehof, sowohl im Städtischen Museum Kitzingen, sowie in der Gemeinde Großlangheim. (2009)

 

 

 

 

 

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Unabhängig ist einfach